<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Flüchtlingskrise-Archiv - Texte zur Sache</title>
	<atom:link href="https://texte-zur-sache.de/tag/fluechtlingskrise/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://texte-zur-sache.de/tag/fluechtlingskrise/</link>
	<description>Meinung und Debatte, Rezensionen, Kunst, Sport, Politik und Gesellschaft</description>
	<lastBuildDate>Wed, 22 Jul 2026 16:35:17 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1</generator>

<image>
	<url>https://texte-zur-sache.de/wp-content/uploads/2026/07/cropped-tzs-32x32.png</url>
	<title>Flüchtlingskrise-Archiv - Texte zur Sache</title>
	<link>https://texte-zur-sache.de/tag/fluechtlingskrise/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Das Ende der Ära Merkel</title>
		<link>https://texte-zur-sache.de/politik/das-ende-der-aera-merkel/</link>
					<comments>https://texte-zur-sache.de/politik/das-ende-der-aera-merkel/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg Phil Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2016 09:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jörg Phil Friedrich: Arte-Fakten]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Regierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://diekolumnisten.de/?p=8977</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn Merkel noch etwas zur Stabilisierung der Demokratie tun will, muss sie jetzt schnell einen mutigen Nachfolger suchen, unterstützen - und sich dann zurückziehen. Aber sie muss sich vor allem schnell öffentlich dazu bereiterklären.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://texte-zur-sache.de/politik/das-ende-der-aera-merkel/">Das Ende der Ära Merkel</a> erschien zuerst auf <a href="https://texte-zur-sache.de">Texte zur Sache</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ära Angela Merkel ist zu Ende. Man kann es richtig finden oder falsch, man kann es bedauern oder sich hämisch darüber freuen. Aber eins ist seit gestern Abend klar: Wer starke Parteien in der Mitte will, wer eine stabile Regierung wünscht, die von den ausgleichenden Parteien des konservativ-sozialdemokratisch-liberalen Spektrums dominiert wird, der kann heute nur noch hoffen, dass Angela Merkel morgen &#8211; buchstäblich morgen &#8211; ihren Rücktritt erklärt, wenigstes definitiv bekanntgibt, dass sie zur nächsten Bundestagswahl nicht mehr antritt. Und mit ihr die Ministerinnen und Minister, die das Fehlschlagen des Projekts „Wir schaffen das“ mit zu verantworten haben.</p>
<h2>Ein Neuanfang ist nötig &#8211; schnell</h2>
<p>Man mag immer wieder beteuern, dass Merkel vor einem Jahr keine andere Wahl gehabt hätte, als die hunderttausenden Flüchtlinge ins Land zu lassen. Man kann laut und tausendfach wiederholen, dass es ein Akt notweniger humanitärer Hilfe gewesen sei. Selbst wenn das wahr wäre, würde an einem schnellen personellen Neuanfang in den Regierungsparteien kein Weg vorbei führen. Denn Demokratie ist nicht in erster Linie ein Spiel von Fakten und Nutzenseffekten, sondern von Vertrauen &#8211; vor allem von Vertrauen in die Zukunft. Und dieses Vertrauen ist verloren gegangen.</p>
<p>Keiner kann von sich behaupten, dass er die Sache vor einem Jahr besser gemacht hätte als Merkel und ihre Leute. Aus heutiger Sicht ist klar, dass die Kanzlerin Fehler gemacht hat. Natürlich gab es Alternativen. Das unkontrollierte Chaos hätte verhindert werden können, ohne dass die Humanität auf der Strecke geblieben wäre. Auch das Chaos war inhuman, die Überlastung der Ehrenamtlichen, die Unsicherheit und die Ungewissheit bei den Flüchtlingen, <a href="http://diekolumnisten.de/2016/01/08/koeln-das-fukushima-der-fluechtlingspolitik/">die Eskalationen von Köln</a>, die <a href="http://diekolumnisten.de/2016/05/07/hoeckes-heim-ohne-hass/">brennenden Flüchtlingsheime</a>. Eine moderne Gesellschaft kann Humanität nur durch geordnete Verfahren sichern, ohne diese wird Humanität zum Strohfeuer, dem die Enttäuschung folgt, wenn die kalte Asche durch die trüben Straßen treibt.</p>
<p>Die Einreise nicht in geordneten Bahnen einschließlich Registrierung, Überprüfung und kontrollierter Unterbringung organisiert zu haben, das ist das große Versagen der Regierung. Ein paar Interviews mit Beschwörungsformeln reichen da nicht aus.</p>
<p>Und am Ende haben wir es nicht geschafft. Wir haben stattdessen einen faulen Kompromiss <a href="http://diekolumnisten.de/2016/05/28/voelkermord-zoff-mit-erdogan/">mit einem Autokraten</a> geschlossen, der die Demokratie im eigenen Land aushöhlt, der uns nun in der Hand hat. Und der es auf diese Weise schafft, unsere eigenen demokratischen Prinzipien in Gefahr zu bringen, wie die Erklärung des Regierungssprechers zur Armenien-Resolution gerade gezeigt hat.</p>
<h2>Nichts ist geschafft beim Flüchtlingsproblem</h2>
<p>Und wir sind in keiner Weise darauf vorbereitet, dass sich schon bald von neuem Flüchtlinge, aus welchem Grund und aus welcher Region dieser Welt auch immer, zu uns auf den Weg machen. Nichts ist heute besser vorbereitet als vor einem Jahr. Im Gegenteil: die Bereitschaft zur Willkommenskultur ist aufgebraucht. Es wird keinen freudigen Empfang am Bahnsteig mehr geben, es wird nur noch geringe Bereitschaft geben, sich aufzuopfern für die armen Menschen, die da zu uns kommen könnten.</p>
<p>Der Grund ist allein, dass die Bundesregierung es nicht geschafft hat, ihrem „<a href="https://zdfheute-stories-scroll.zdf.de/Faktencheck_Wir_schaffen_das/index.html">Wir schaffen das</a>“ energische, klare Verfahren und Regeln zur Unterbringung, Registrierung, zur Kontrolle und nötigenfalls Abschiebung folgen zu lassen. Bis heute ist nicht zu sehen, wie diese Regierung die Herausforderung einer erneuten Öffnung der europäischen Außengrenzen meistern wollen würde.</p>
<p>Der Kanzlerin und der Regierung, wie sie heute ist, traut das auch niemand mehr zu. Und ohne ein solches Vertrauen ist keine Führung möglich, die notwendig wäre, um nachhaltig das Notwendige zu tun. Deshalb hilft nur ein schneller Neuanfang mit Leuten, die bisher in der zweiten oder dritten Reihe standen. Man kann nur hoffen, dass es dieses Personal in den Ländern gibt, und dass es sich jetzt mutig und selbstbewusst zu Worte meldet. Merkel könnte der Stabilität der Demokratie einen letzten Dienst erweisen, wenn sie diese Mutigen durch einen schnellen richtigen Schritt zurück in die zweite Reihe unterstützt.</p>
<p><em>Lesen Sie die letzte Kolumne von Jörg Phil Friedrich: <a href="http://diekolumnisten.de/2016/09/01/so-macht-man-die-afd-stark/">So macht man die AfD stark</a>.</em></p>
<p><em>Ihnen hat dieser Artikel gefallen? Sie möchten die Arbeit der Kolumnisten unterstützen? Dann freuen wir uns über Ihre Spende: [wpedon id=9083]</em><br />
<img decoding="async" src="http://vg09.met.vgwort.de/na/693e689467ac4b6886d35571fcc12bfa" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://texte-zur-sache.de/politik/das-ende-der-aera-merkel/">Das Ende der Ära Merkel</a> erschien zuerst auf <a href="https://texte-zur-sache.de">Texte zur Sache</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://texte-zur-sache.de/politik/das-ende-der-aera-merkel/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Solidarisch &#8211; aber wer mit wem?</title>
		<link>https://texte-zur-sache.de/politik/solidarisch-aber-wer-mit-wem/</link>
					<comments>https://texte-zur-sache.de/politik/solidarisch-aber-wer-mit-wem/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg Phil Friedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2016 09:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jörg Phil Friedrich: Arte-Fakten]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Visegrad-Gruppe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://diekolumnisten.de/?p=8806</guid>

					<description><![CDATA[<p>Deutschland fordert in der Flüchtlingsfrage Solidarität von den osteuropäischen EU-Partnern. Aber mit welchem Recht eigentlich. Nicht jedes Problem eines EU-Landes ist auch ein europäisches Problem.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://texte-zur-sache.de/politik/solidarisch-aber-wer-mit-wem/">Solidarisch &#8211; aber wer mit wem?</a> erschien zuerst auf <a href="https://texte-zur-sache.de">Texte zur Sache</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es klingt so plausibel: Europa kann seine Probleme nur vereint lösen. Wir müssen als Werte- und Solidargemeinschaft in der Europäischen Union zusammenstehen. Aber nicht alles, was plausibel klingt, ist richtig. Genauer &#8211; plausible Sätze mögen abstrakt wahr sein, aber wenn es konkret wird, werden sie nichtssagend oder falsch.</p>
<p>Die Anwendung der beiden obigen Einstiegssätze auf das Feld der <a href="https://texte-zur-sache.de/2016/01/08/koeln-das-fukushima-der-fluechtlingspolitik/">Flüchtlingspolitik</a> lässt sich, wenn man denen folgt, die sie immer wieder gebetsartig wiederholen, mit einem Wort zusammenfassen: Solidargemeinschaft heißt Quotenregelung. Alle Mitgliedsstaaten der EU sollen sich die Aufnahme und Versorgung der ankommenden Flüchtlinge teilen, nach festen Anteilen, die aus der Bevölkerungszahl oder der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit berechnet oder sonst irgendwie politisch ausgehandelt werden.</p>
<p>Das <a href="http://bundesdeutsche-zeitung.de/headlines/politics-headlines/merkel-zu-gast-bei-gegnern-treffen-mit-der-visegrad-gruppe-in-warschau-962904">lehnt eine Reihe von Regierungen ab</a>, allen voran die vier Länder, die in der Visegrád-Gruppe zusammenarbeiten, &#8211; weshalb sie von den anderen als unsolidarisch gescholten werden &#8211; wahlweise als unsolidarisch mit den Flüchtlingen, oder mit den anderen EU-Ländern, vorzugsweise Deutschland.</p>
<p>Solidarisch mit Deutschland, das ist allerdings sicherlich nicht vorrangige Regierungsaufgabe in Tschechien, Ungarn oder Polen. Es lohnt sich, einmal die Perspektive der dortigen politischen Entscheider einzunehmen, dann wird schnell klar, dass die Sache nicht ganz so einfach ist.</p>
<p>Aber der Reihe nach. Schauen wir uns erst einmal an, was das Flüchtlingsproblem eigentlich ist.</p>
<h2>Flucht als Problem</h2>
<p>Am Anfang ist die Flucht weder ein Problem der EU oder eines einzelnen EU-Landes, sondern derer, die flüchten. Sie wollen weg aus dem Land, in dem sie wohnen, aus der Gegend, die ihre Heimat ist. Sie haben dafür gute Gründe. <a href="http://xn--jrg-friedrich-imb.de/2015/05/13/ich-waere-auch-ein-fluechtling/">Ich wäre auch ein Flüchtling</a>, wenn ich in Syrien, in Afghanistan, oder in einem Land südlich der Sahara aufgewachsen wäre.</p>
<p>Für die Flüchtlinge gibt es keine EU, es gibt nicht Europa als Ziel. Für einige mag das Flüchtlingslager gleich hinter der Grenze ein Ziel sein, aber für viele, und das kann ich gut verstehen, ist dieses Lager nur der Ort für eine kurze Verschnaufpause. Für viele Flüchtlinge ist das Ziel eines von einer Handvoll, vielleicht einem Dutzend Ländern auf dieser Welt. Deutschland gehört dazu, und es dürfte ziemlich weit oben auf der Liste stehen. Ungarn, Polen, Tschechien, Estland, Litauen &#8211; sie alle gehören nicht dazu. Somit ist es auch nicht ihr Problem.</p>
<p>Das Flüchtlingsproblem ist ein Problem der Länder, die das Ziel und die Hoffnung der Flüchtlinge sind. Es ist ein gewisses Problem für die Länder, durch die die Flüchtlinge auf ihrem Weg hindurchwandern. Die Länder auf der so genannten Balkan-Route haben guten Grund, von denen, die das Ziel der Flüchtenden sind, Beistand, Hilfe und Solidarität zu erwarten &#8211; und nicht umgekehrt.</p>
<p>Natürlich sagen wir hier in Deutschland gern, dass die Menschen aus Syrien nach Europa wollen. Damit versuchen wir, alle anderen „mit ins Boot“ zu holen, und wenn die dann sagen: Stopp mal, die Flüchtlinge sind bei uns nur auf der Durchreise, keiner von denen will sich bei uns lange aufhalten, dann antworten wir: Nun seid mal Solidargemeinschaft! Solidarisch müssen aber wir sein: nicht nur mit den Flüchtlingen, sondern auch mit den Ländern, in denen diese Menschen zuerst ankommen und die weder organisatorisch, noch logistisch oder finanziell in der Lage sind, diese Ankunft für ganz Europa zu organisieren.</p>
<h2>Wem nutzt die Quote?</h2>
<p>Was nützt es, wenn wir tatsächlich Flüchtlinge per Quotenregelung nach Polen oder Tschechien schicken, die dann dort weder halbwegs versorgt werden können, noch wenigstens einigermaßen freundlich empfangen sind, weil jeder Tscheche und jeder Pole sich doch sagt: Warum müssen wir hier Menschen versorgen, die gar nicht zu uns wollten? Und werden diese Menschen sich nicht bald wieder auf den Weg machen? Wie sollten die Länder Osteuropas die Leute daran hindern, sich bald erneut auf den Weg zu machen in ein Land, in dem sie ihr Glück zu finden hoffen? Sollen sie sie einsperren?</p>
<p>Vielleicht wird man jetzt einwenden: Aber das sind doch Kriegsflüchtlinge, die fliehen vor Bomben und Schlachtengetümel, die werden doch froh sein, wenn sie irgendwo ein Zelt und ein hartes Stück Brot bekommen, und mal in Ruhe ausschlafen können! Ganz so einfach ist es eben aber nicht, denn diese Menschen fliehen zwar vor dem Krieg, aber sie sind auf der Suche nach dem guten Leben für sich und ihre Familien. Niemand kann ihnen das verübeln. Und dieses Leben suchen sie nicht in Ost- sondern in Mitteleuropa.</p>
<p>Erst wenn Deutschland und die anderen reichen EU-Länder eingestehen, dass das Flüchtlingsproblem zuerst ihr Problem ist, und dass die anderen Länder gebeten werden müssen, zu helfen, und dass wir hier in der Pflicht sind, diesen Ländern zu helfen, dann kann man nach einer gemeinsamen Lösung in der EU suchen.</p>
<p>Man kann sich diesen Staatenbund gut als eine Familie vorstellen. Ist sie eine Solidargemeinschaft? Wenn da einer aus der Familie, der durch Glück oder Fleiß zu mehr Wohlstand gekommen ist als die anderen, sich nun der Bitten um Hilfe von Fremden kaum erwehren kann, dann wird der auch nicht zu seinen Geschwistern sagen können „Lasst uns hier mal als Familie das Problem gemeinsam lösen“. Er wird sich etwas ausdenken müssen, damit seine Brüder und Schwestern ihn unterstützen.</p>
<h2>Die Ruhe vor dem nächsten Sturm</h2>
<p>Im Moment ist hier in Deutschland einigermaßen Ruhe eingekehrt. Wir haben ein paar Schecks unterschrieben, damit andere unsere Probleme lösen. Wie lange das so geht, weiß keiner. Bulgarien weist zurecht darauf hin, dass es die Grenzsicherung, die eigentlich unsere deutsche Grenze sichert, nicht mehr lange allein leisten kann. Ob die Unterstützung durch die Türkei nicht viel zu teuer bezahlt ist, weiß auch keiner. Und in Italien hat man derzeit eigentlich andere Probleme als die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu retten.</p>
<p>Wir sollten schnell eingestehen, dass es wirklich zuallererst unser Problem ist. Den osteuropäischen Ländern Vorwürfe zu machen, dass sie Flüchtlinge nicht aufnehmen wollen, die gar nicht nach Osteuropa wollten, wird nicht gerade zu einer guten Kooperation in der EU führen. Es wird auch auf lange Sicht kein Problem lösen.</p>
<p><em>Ihnen hat dieser Artikel gefallen? Sie möchten die Arbeit der Kolumnisten unterstützen? Dann freuen wir uns über Ihre Spende:<br />
</em></p>
<form action="https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr" method="post" target="_top"><input name="cmd" type="hidden" value="_s-xclick" /><br />
<input name="hosted_button_id" type="hidden" value="Y6JPJXUS9SLV8" /><br />
<input alt="Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal." name="submit" src="https://www.paypalobjects.com/de_DE/DE/i/btn/btn_donate_LG.gif" type="image" /><br />
<img decoding="async" src="https://www.paypalobjects.com/de_DE/i/scr/pixel.gif" alt="" width="1" height="1" border="0" /></form>
<p><img decoding="async" src="http://vg09.met.vgwort.de/na/0dcb00bfa9ea4d2e98b3190782dc88fb" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://texte-zur-sache.de/politik/solidarisch-aber-wer-mit-wem/">Solidarisch &#8211; aber wer mit wem?</a> erschien zuerst auf <a href="https://texte-zur-sache.de">Texte zur Sache</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://texte-zur-sache.de/politik/solidarisch-aber-wer-mit-wem/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die unverzichtbare Leichtigkeit des Seins</title>
		<link>https://texte-zur-sache.de/filme-und-serien/die-unverzichtbare-leichtigkeit-des-seins/</link>
					<comments>https://texte-zur-sache.de/filme-und-serien/die-unverzichtbare-leichtigkeit-des-seins/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kern]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2015 09:30:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Andreas Kern: La vida Tombola]]></category>
		<category><![CDATA[Filme und Serien]]></category>
		<category><![CDATA[Akif Pirinçci]]></category>
		<category><![CDATA[Amélie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Eskapismus]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Günther Jauch]]></category>
		<category><![CDATA[Jauch]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Til Schweiger]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://diekolumnisten.de/?p=1740</guid>

					<description><![CDATA[<p>"Die fabelhafte Welt der Amélie" ist ein Feuerwerk der Lebensfreude und der Zuversicht, eine Ode an die kleinen Dinge des Lebens. Amélies Passion ist es, andere Menschen glücklich zu machen. Was wäre, wenn es Amélie wirklich gäbe? Könnte sie auch hierzulande die Stimmung aufhellen?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://texte-zur-sache.de/filme-und-serien/die-unverzichtbare-leichtigkeit-des-seins/">Die unverzichtbare Leichtigkeit des Seins</a> erschien zuerst auf <a href="https://texte-zur-sache.de">Texte zur Sache</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Wenn man als Erwachsener die Windpocken bekommt, dann hat das viele Nachteile: Juckreiz, Fieber und ein ziemlich mieses Allgemeinbefinden. Der einzige Vorteil: Man hat Zeit genug, um Dinge zu tun, für die man zuvor niemals Zeit oder Muße hatte. So stellte ich – drei Tage vor dem letzen Weihnachtsfest, fiebrig auf der Couch liegend &#8211; fest, dass auf einem Spartenkanal „Die fabelhafte Welt der Amélie“ lief. Ein dreizehn Jahre alter Film, von dem mir ein frankophiler Kollege einst in den höchsten Tönen vorschwärmte, den ich aber in Ermangelung irgendeiner TV-kompatiblen Erkrankung nie gesehen hatte.</span></p>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Um es kurz zu machen: Trotz 39 Grad Fieber hätte ich keine bessere Entscheidung treffen können. „Amélie“ sprudelt vor Leichtigkeit und Poesie, liebevollen Details und wundervollen Bildern. Schon nach ein paar Minuten war ich gefangen in dieser zauberhaften Welt der Amélie; einer Welt voller Eigentümlichkeiten &#8211; mit einer zuckergusssüßen Kulisse und skurrilen Charakteren, die nicht nur ganz Frankreich über Monate hinweg begeistertet hatten.</span></span></p>
<h2>&#8222;Amélie&#8220; müsste es auf Rezept geben</h2>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Fieber? Windpocken? Für die Länge dieses Films vergessen! Vielleicht sollten Ärzte „Amélie“ per Rezept verordnen? Gewiss enthält der Film weniger negative Nebenwirkungen als Paracetamol oder Ibuprofen – hilft aber trotzdem. </span></span></p>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Zum Inhalt: Amélie, eine verträumte, schüchterne junge Frau, arbeitet in einem Café am Montmartre in Paris. Dort versammeln sich die einsamen Herzen und gescheiterten Existenzen der Stadt. Um ihrem bis dato orientierungslosen Sein eine Richtung zu geben, beschließt Amélie, andere Menschen glücklich zu machen. Und so beginnt sie, viele verschwenderische rosa-rote Wolken in den Alltag zu zaubern. Sie befreit die verborgenen Sehnsüchte und hilft, verschollene Leidenschaften wieder zu Leben zu erwecken.</span></span></p>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Eine cinematoscopische Sehnsuchtsreanimation: Sie verkuppelt eine unbefriedigte Hypochonderin, lässt der trauernden Witwe Liebesbriefe ins Haus flattern und verhilft einem Gartenzwerg zu einer Weltreise. Dabei zählt – beinahe wie in den Bildern von Monet oder Manet &#8211; nur der Glanz des Augenblicks; kleine Dinge werden groß, die Sorgen der Welt klein. <a title="Filmkritik: Fabelhafte Welt der Amélie" href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/die-fabelhafte-welt-der-amelie-gigantischer-glueckskeks-a-150335.html" target="_blank" rel="noopener">Der „Spiegel“ schrieb</a>: „Amélie ist wie ein guter Geist oder Katalysator, der Resignation in Euphorie umwandelt.“</span></span></p>
<h2>Es swingt und glückt federleicht</h2>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">So glänzt dieser Film mit Güte und Herzenswärme – mit Freundlichkeit und unaufdringlicher Moral. Dabei befinden sich fast alle Figuren irgendwie außerhalb der gesellschaftlichen Normen. Doch gerade deshalb schenkt „Amélie“ ihnen Zuneigung. Und betrachtet sie liebevoll mit ihren kohlrabenschwarzen Klavierlackaugen. Alle Menschen, so die subtile Botschaft, &#8211; egal wie verrückt ihr Spleen auch sein mag – fühlen sich besser, wenn man sie ernst nimmt und mit Respekt behandelt. Wäre ein deutscher Regisseur auf die Idee gekommen, eine ähnliche Botschaft auszusenden, der erhobene Zeigefinger wäre wohl im Zustand der Dauererrektion verharrt. Hier swingt und glückt es einfach nur federleicht vor sich hin; immer zu Herzen gehend.</span></span></p>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Die Windpocken sind überwunden, „Amélie“ ist zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten. Ihre zuckersüße Welt wurde durch andere Bilder abgelöst. Krieg, Terror, Gewalt, unendliche Flüchtlingsströme, überforderte Helfer und Kommunalpolitiker allenthalben. Anscheinend höchste Zeit für eine Dosis &#8222;Amélie&#8220;. Eine gewisse Leichtigkeit des Seins ist manchmal doch unverzichtbar.</span></span></p>
<h2>Nur &#8222;hell&#8220; und &#8222;dunkel&#8220; &#8211; kaum noch Zwischentöne</h2>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Gewiss löst es kein Probleme, sich in eine fabelhafte Welt des Eskapismus zu flüchten. Aber die gereizte Stimmung, die sich hierzulande ausbreitet, muss doch aus medizinischer Sicht auch schädlich sein. Mindestens wie Windpocken im Erwachsenenalter. Zappt man in irgendeine X-beliebige Talkshow, dann meint man, dass sich dieses manichäische Sprachbild unseres Bundespräsidenten mehr und mehr in der Realität verfestigt. Hier die „helle“ Reschke, dort der „dunkle“ Höcke &#8211; so in etwa habe ich eine der jüngsten Ausgaben der Talkshow von Günther Jauch wahrgenommen. Die Vertreter der <a title="Kein Platz für Zwischentöne" href="http://diekolumnisten.de/2015/09/06/alissia-passia-texte-ohne-grauzone/" target="_blank" rel="noopener">Zwischentöne </a>laufen Gefahr, im Schatten zu bleiben. Respekt für den Gegenüber? Viel zu oft verloren gegangen! </span></span><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Ein deutsch-türkischer Autor, der einmal für seine Katzenkrimis berühmt war, dreht noch eine Runde höher, indem er seine hetzerischen Reden und Pamphlete mit Vokabeln aus der untersten Schublade der Gossensprache anreichert.</span></span></p>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Zwischen hetzerisch-rassistischem Geifer und moralisch überhöhtem Eifer scheint ein nüchterner, kühler öffentlicher Sachdiskurs oft nicht üblich zu sein. Eine derartige Konfrontation, eine solche Spaltung der Meinungen ist mir selbst aus der Zeit der Nachrüstung – ok, damals war ich deutlich minderjährig und kann daher nur bedingt mitreden – nicht in Erinnerung. Lediglich aus Chile, der Heimat meiner Frau, kenne ich – aufgrund der komplizierten jüngsten Geschichte des Landes – eine ähnlich scharfe Trennlinie zwischen den unterschiedlichen Haltungen oder Ansichten. Die Frage, wie hältst oder hieltst Du es mit Pinochet, entzweit dort noch heute Familien, Nachbarn und Arbeitskollegen.</span></span></p>
<h2>Pirincci schreibt wieder Katzenkrimis, Schweiger kommt tiefenentspannt daher</h2>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Vielleicht wünsche ich mir deshalb &#8211; zugegeben, ein bisschen verträumt, aber mit allem Ernst der eigenen Erfahrung, dass sich die aufgeregten Teilnehmer des Diskurses mal einen Kino-Abend mit Amélie gönnen. Eventuell könnte das die Stimmung heben, die Empathie ankurbeln &#8211; und zur Entspannung der Gesamtsituation beitragen.</span></span></p>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Besser wäre natürlich, Amélie gäbe es wirklich – und sie würde uns genauso bezaubern, wie sie es mit ihren fiktiven Mitmenschen gemacht hat. Man stelle sich nur vor: Autor Pirincci fände dank Amélies` Vermittlung endlich die Liebe seines Lebens. Die entsprechende Dame würde ihn spontan bitten, doch wieder seiner wahren Mission nachzukommen &#8211; und die Welt mit weiteren Katzenkrimis zu versorgen. Oder die Welt mal aus Katzenaugen zu betrachten, den Katzenaugen seiner Liebsten. Pegida-Bachmann könnte Amélie in einen erfolgreichen Selfmade-Unternehmer verwandeln – der nur noch in seinem Büro sitzen und die aktuellen Gewinne berechnen möchte.</span></span></p>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Til Schweiger wäre in dieser Fabelwelt ein ganz großer Schauspieler, der Preise gewinnt und still und leise Notleidenden hilft. Er wäre so tiefenentspannt und ausgeglichen, dass ihn all seine Mitmenschen als steten Quell der Lebensfreude schätzen und lieben.</span></span></p>
<h2>Göring-Eckardt und Söder &#8211; savoir-vivre in Paris</h2>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Katrin Göring-Eckardt und Markus Söder säßen relaxt mit einer Gauloises in der Hand sowie einem Café au lait auf dem Tisch in Amélies Pariser Bistro. Söder würde noch ein, zwei Pastisse bestellen und mit jedem Schluck seliger lächeln &#8211; hinüber zur Katrin. D</span></span><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">abei vergessen alle für einen Moment die böse Welt, das böse Klima oder die Probleme in den niederbayerischen Landkreisen und sonstwo. Anschließend würde man untergehakt mit den vermischten Parteivorständen noch eine gemeinsame Bootsfahrt auf der Seine unternehmen. Singend, tanzend, staunend über die Welt &#8211; im Kleinen wie im Großen</span></span></p>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"><span style="color: black; font-family: 'Calibri','sans-serif'; font-size: 13.5pt;">Aber „Amélies“ fabelhafte Welt ist eben doch bloß eine Fiktion, irgendwann nach dem Abspann holen einen die Sorgen dieser Welt ein &#8211; und unsere Streithähne zanken wohl immer weiter. Und wenn Sie nicht verstritten sind, dann schauen sie gerade&#8230;na, Sie wissen schon!</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #000000; font-family: Calibri; font-size: medium;"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://texte-zur-sache.de/filme-und-serien/die-unverzichtbare-leichtigkeit-des-seins/">Die unverzichtbare Leichtigkeit des Seins</a> erschien zuerst auf <a href="https://texte-zur-sache.de">Texte zur Sache</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://texte-zur-sache.de/filme-und-serien/die-unverzichtbare-leichtigkeit-des-seins/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
