Was kommt nach dem Klimawandel?

Was kommt nach dem Klimawandel

Gesetzt den Fall, dass die Berechnungen der Klimaforscher zum globalen Klimawandel ungefähr richtig sind, spricht eigentlich nichts dafür, dass dieser Wandel, der sich zur Klimakatastrophe auswachsen dürfte, noch aufzuhalten ist. Ein Umdenken und vor allem eine globale Veränderung im Handeln bei der Erzeugung von Treibhausgasen ist nicht in Sicht. Zeit, sich einmal über die Folgen des Geschehens nicht nur abstrakt, sondern etwas genauer Gedanken zu machen.

Natürlich kann man heute nicht konkret vorhersagen, wie sich das Klima genau in einer bestimmten Region ändern wird. Aber das ist auch gar nicht notwendig. Klar ist: Sowohl unsere technische Infrastruktur als auch die Landwirtschaft sind davon abhängig, dass Wetterereignisse, die heute als Extreme angesehen werden, nur selten und räumlich begrenzt auftreten. Zugleich sind unsere Versorgungssysteme überregional und global so vernetzt, dass extreme Veränderungen in dem, was als normal gilt, auch in weit entfernten Gebieten gravierende Auswirkungen haben. Wenn etwa in Italien keine Äpfel mehr wachsen und in Spanien nicht mehr erfolgreich Obst angebaut werden kann, haben wir in Deutschland ein Versorgungsproblem. Wenn Strommasten in verschiedenen Teilen Europas unter Schneelast oder in Stürmen umknicken, oder wenn Stauseen für Wasserkraftwerke zu wenig Wasser speichern ist die Stromversorgung in ganz Europa gefährdet. Wenn Extremwetterereignisse Straßen, Schienen und Flughäfen blockieren, bricht schnell die gesamte Grundstruktur unserer Gesellschaft zusammen.

Da ist kein Klima mehr

Kritisch ist die Zeit, welche vermutlich ein paar Jahrzehnte andauern wird, in der es gar kein Klima mehr gibt: Kein „normaler Wetterverlauf“ mit einer gewissen Bandbreite des Erwartbaren, auf den wir uns einstellen können und der nur hin und wieder hier und da von extremen Ausnahmen gestört wird. Eine Zeit, in der die unerwartbaren Ausnahmen zur Normalität werden, allerdings ohne dass jemand weiß, welches Extrem als nächstes kommt. In dieser Zeit werden die Menschen nicht planen können. Man weiß nicht, welche Getreide- und Gemüsesorten wachsen werden und welche von Trockenheit oder Starkregen vernichtet werden. Man weiß nicht, ob im Sommer die Hitze alles verbrennt oder ob im Winter die Schneemassen das Leben zum Erliegen bringen. Nach und nach wird in so einer Welt sowohl die überregionale als auch die regionale Infrastruktur zum Erliegen kommen. Wir können annehmen, dass alles, was wir derzeit täglich tun, gefährdet ist oder nicht mehr funktioniert, entweder, weil die Verkehrs- und Energienetze, die alles ermöglichen, ständig gestört sind, oder weil sie in der täglichen Sorge, wie das Leben weitergeht, nicht mehr wichtig sind.

Mit dem Zusammenbruch der Infrastrukturen bricht allerdings auch der Einfluss des Menschen auf den Klimawandel zusammen. Wir fahren keine Autos mehr, weil es keinen Treibstoff mehr gibt, wir verschwenden keinen Strom mehr, weil die Energieversorgung zusammenbricht. Mit dem Reparieren werden wir nicht so schnell nachkommen, wie neue Extremereignisse wieder alles zerstören.

Nach dem Klimawandel: Ein neuer Himmel und eine neue Erde

Nach ein paar Jahrzehnten wird also ein neues Klima entstehen, eine neue Normalität, auf die die Menschen sich einstellen können. Wird es dann noch Menschen geben? Werden Menschen das Chaos überstanden haben? Sicherlich. Wir müssen hier nicht spekulieren, wie viele Menschen die neue Normalität erleben werden und wo sie leben werden. Es gibt heute mehr als sieben Milliarden Menschen, sie leben an den verschiedensten Orten der Erde. In der Zeit der chaotischen Klimalosigkeit werden manche an den Orten bleiben, an denen sie immer gelebt haben, andere werden sich auf Wanderschaft begeben. Manche werden scheitern, andere werden mit Glück und Verstand überleben.

Die Erde hat heute eine Vielzahl klimatischer Regionen und Ökosysteme. Das wird auch nach dem großen Klimawandel so sein. Hier und da werden Menschen sich angesiedelt haben, die Nischen zum Überleben gefunden haben werden. Sie werden einen Neuanfang machen.

Womöglich wird es Konflikte und Kriege um Ressourcen geben, wahrscheinlich werden defekte Infrastrukturen Tiere, Pflanzen und Menschen in einigen Regionen vergiften und neue Krankheiten hervorrufen.

Aber es ist anzunehmen, dass die Vielfalt der Bedingungen auf der Erde ebenso groß sein wird, wie sie heute ist. Dazu kommt, dass viele große wichtige Kräfte des Erd-Ökosystems vom Klimawandel unbeeindruckt bleiben: Die Erde wird weiter rotieren, die Verteilung der Landmassen bleibt unverändert. Wasser und Luft werden nicht verschwinden (auch wenn sich die Zusammensetzung der Luft womöglich ändern wird). Die Erde wird den Menschen neue Plätze zum Leben ermöglichen.

Wenn wir die Klimakatastrophe nicht stoppen können, müssen wir uns auf so eine Zeit vorbereiten. Was kann man tun? Ein paar Basis-Fähigkeiten zu haben, wird nicht schaden, um in einer Welt ohne hoch-technisierte Infrastrukturen auszukommen. Dazu gehören nicht nur handwerkliches Können und körperliche Fähigkeiten. Vielleicht sollten wir auch beginnen, Geschichten und Gedichte zu lernen, damit wir in Zeiten ohne Medien etwas haben, was wir einander erzählen können – denn wer will schon Bücherstapel zum Vorlesen durch die Berge und Täler schleppen, wenn er auf Wanderschaft ist?

Zudem könnten wir anfangen, darüber nachzudenken, was wir nach dem Neuanfang anders machen wollen, damit wir nicht schnurstracks in die nächste Katastrophe laufen.

Kommentare

33 Kommentare zu „Was kommt nach dem Klimawandel?“

  1. Avatar von Jens Kunze

    Nun eigentlich klingt das gar nicht so schlecht… so dass man da gar keine Angst haben braucht. Vielleicht tut dem Menschen eine sogenannte „Rückentwicklung“ gut

  2. Avatar von Rainer Seifert
    Rainer Seifert

    Gegenfrage: Wann kommt die von den Experten in den 60er und 70er Jahren angekündigte kleine Eiszeit?

    1. Avatar von Jörg Phil Friedrich

      Die Abkühlung, die in den 1960ern prognostiziert wurde, ist abgemildert und schließlich umgekehrt worden dadurch, dass die Verschmutzung der Atmosphäre durch Industrieanlagen und Verbrennungsmotoren verringert werden konnte. Ein weiteres Anwachsen hätte zu einer Verringerung der Sonneneinstrahlung an der Erdoberfläche geführt, damit zu einer spürbaren Abkühlung. Es ist zynisch, aus einer erfolgreich abgewendeten Gefahr zu schließen, dass man gegenüber zukünftigen Gefahren sicher sei.

      1. Avatar von Klausi
        Klausi

        Na dann ist doch alles knorke, dann braucht die Welt wieder mehr Atmosphärenverschmutzung, damit’s wieder kälter wird!

        Von Diesel und Kohle
        sich‘s Klima erhole!

        1. Avatar von Rainer Seifert
          Rainer Seifert

          Dann stünden die Chancen hervorragend. Am 28.06.2017 schrieb der Journalist Jürgen Flauger in der „Welt“ folgendes:

          Weltweit sind über 1600 Kohlekraftwerke im Bau oder in Planung. Die meisten in Asien und Afrika, einige aber auch in Europa.

          Ob die freitäglichen Schulschwänzer-kids das wissen? Zumindest ihren grünen Lehrern sollte es nicht unbekannt sein. Vielleicht ließen sic mal Klassenfahrten an Orte organisieren, wo gerade eifrig am Weltuntergang gewerkelt wird. Der Empfang vor Ort wäre bestimmt sehr freundlich.

      2. Avatar von Rainer Seifert

        Sorry, Herr Friedrich, aber die Jacke ziehe ich mir nicht an. Oder wo erkennen Sie eine Äußerung von mir, man wäre gegenüber zukünftigen Gefahren dieser Art sicher? Das waren die Urmenschen, die der These wohl eher verständnislos gegenüber gestanden hätten, sowenig wie wir heute.

        Täte ich es, so könnte ich mal fragen, ob sich mehr Menschen für eine „milde Eiszeit“ mit ihren Auswirkungen entscheiden würden, oder für die jetzige Situation. Das Ergebnis, denke ich, wäre überwältigend klar.

        Nun hat unser leidgeprüfter Planet über die Jahrmillionen und mehr aber doch schon so viele verdammt große Veränderungen erlebt. Ganz ohne rauchende Schornsteine, ohne Dieselabgase und ohne zukunftsprognostizierende Wissenschaftler jeglicher Coleur.

        Was aber unbedingt sofort gestoppt werden müsste, ist die ständig in erschreckender Größe teils von den Behörden erlaubte, größtenteils aber wohl illegal stattfindende Abholzung der Regenwälder. Irgendwo muss das Palmöl ja herkommen, nach welchem manche europäischen Staaten lechzen. 10% Beimischung im Super Benzin sind alles andere als super. Kaum einer will es, keiner braucht es, nur wenige tanken es. Mein Motor verträgt es nicht. Ich fahre nämlich in echt ökologischer Manier ein 21 Jahre altes Auto mit gegenüber Benzin deutlich schadstoffärmerem Autogas und grüner Plakette. Da ich meine zwei obligatorischen Benzin Tankvorgänge p.a. in Tschechien vornehme, bleibe ich vom Palmöl verschont. Dort kennt man solchen Wahn nämlich nicht.

        Vaclav Klaus, der frühere tschechische Staatspräsident, gewiss weder ein Lobbyist noch ein Dummkopf, hat zum Thema Erderwärmung ein sehr interessantes Buch geschrieben.

    2. Avatar von Ralf Kraemer
      Ralf Kraemer

      Eine unwissenschaftliche Behauptung angesichts der Milliarden mehr Menschen, welche so leben wollen wie wir, aber kein Geld für unseren Ökowahn übrig haben. Auch der jetzige “Klimawandel“ beruht ausschliesslich auf Rechenmodellen und Annahmen. Soölte sich die Aktivität der Sonne (vorsicht Physik, keine bestellte Rechenstudie) ändern, was sie öfters einfach macht, fällt die Erwärmung aus. Das Ansteigen der Meeresspiegel fällt leider so oder so aus und die Fauna und Flora hat sich in den Warmphasen der Erdgeschichte immer bestens weiterentwickelt.
      Was erfinden die heutigen Klimajünger eigentlich als nächste Untergangsvision? Mehr Geld kann man ja sonst nie aus den Gutgläubigen herauspressen.

      1. Avatar von Jörg Phil Friedrich

        Der Klimawandel beruht nicht auf Rechenmodellen, sondern auf dem Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Wie sollen denn Rechenmodelle zum Klimawandel führen?

        Faktisch ist der Klimawandel einfach beobachtbar im Rückgang von Gletschern und Polareis.

        Die Sonnenaktivität beeinflusst das Klima ebenfalls, völlig richtig. Sie kann zur Abbremsung und Beschleunigung führen. Sie könnte den Klimawandel auch zunächst bremsen um ihn dann umso mehr zu beschleunigen. Dann viel Spaß.

        Wie alt sind Sie und wieviele Kinder haben Sie?

  3. Avatar von Ronald Schubert

    Nach dem Klimawandel beginnt die verstärkte Suche nach einem ähnlichen Planeten, auf dem die Menschheit ihre Fehler wiederholen kann und was wahrscheinlicher ist, es beginnt das Sterben der Arten dieses Planetens und nichts davon lohnt länger zu leben…

    1. Avatar von Jörg Phil Friedrich

      Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein anderer Planet bessere Bedingungen für das Leben der Menschen bietet als die Erde „nach dem Klimawandel“. Kein bekannter und wenigstens theoretisch erreichbarer Planet verfügt etwa über genug Wasser. Zumal die Menschheit, die den Klimawandel überstanden hat, auf über die Mittel verfügen dürfte, eine Mission zu einem anderen Planeten zu starten. Sie wird sich darauf konzentrieren müssen, sich hier halbwegs einzurichten.

  4. Avatar von Jan Eustergerling
    Jan Eustergerling

    Ein absurder Artikel. Es gibt kein „nach dem Klimawandel“ und es gibt keine Zeit ohne Klima. Was soll das denn sein? Das liest sich so, als würde der Autor, offenbar philosophisch fitter als Meterologisch, denken, ein Klimawandel wäre ein Ereignis, was an Tag x anfängt und Tag y aufhört. Dann gibt es ein „davor“ und ein „danach“. Was ein himmelschreiender Unsinn. Auch die gewählten apokalyptischen Beispiele sind absurd. Wenn in einem Anbaugebiet weniger geerntet wird, bricht nicht in Deutschland alles zusammen. Die Landwirtschaft stellt sich doch heute schon um, in dem z.B. robustere Saatfolgen gewählt werden. Gesellschaften brechen nicht zusammen, wenn das Angebot im Supermarkt weniger breit ausfällt.

    Vielleicht schaut der Autor zu viele Filme von Lothar emmerich.

    1. Avatar von Jörg Phil Friedrich

      Der Autor ist Diplom-Meteorologe und weiß sogar, wie man „meteorologisch“ schreibt.

      Wenn es über einen Zeitraum eine stabile statistische Verteilung von meteorologischen Ereignissen gibt, dann ist das das Klima dieses Zeitraums. Wenn es dann einen Zeitraum gibt, in dem es eine solche statistisch stabile Verteilung nicht gibt, dann kann man für diesen Zeitraum davon reden, dass es eben „kein Klima“ gibt. Vor diesem Zeitraum ist dann „davor“ und nach diesem Zeitraum ist „danach“.

      Natürlich kann man philosophisch darüber streiten, ob es so etwas wie Klima überhaupt gibt oder in welchem Sinne. Das ist hier aber nicht der Gegenstand. Hier wird Klima verstanden als das erwartbare Wetter, auf das man sich einstellen kann und das immer mal Ausreißer kennt. In einer Phase, in der es nichts erwartbares gibt, gibt es auch kein Klima. Und da helfen dann auch „robustere Saatfolgen“ nicht viel, weil es in dieser Zeit purer Zufall ist, ob dieses Verfahren oder ein anderes gegen Missernten hilft.

      Wie ich schrieb, wird es aber immer Menschen geben, die sich zufällig richtig entscheiden. Auf diese Phase der absoluten Unsicherheit müssen wir uns einstellen, und das ist das völlig Neue an der Situation.

      Der Regisseur von „The Day after Tomorow“ heißt Roland Emmerich.

  5. Avatar von Mighty Quinn
    Mighty Quinn

    … abgesehen davon, dass CO2 – ‚von Hause aus‘ – Bestandteil der Luft und es ohne CO2 keine Pflanze, kein Baum, kein Leben auf dieser Welt gäbe, emittiert Deutschland anteilig etwa 0,00005%, von weltweit etwa 0,0015% CO2.

    Dass die ‚menschengemachte CO2-Produktion‘ einen zu berücksichtigen Einfluss auf das Klima, auf Zustände und Vorgänge in der Atmosphäre hat, ist pseudo-wissenschaftlicher Firlefanz und Teil eines sozialistisch-ideologisch geprägten ‚Schwarm-Autismus‘.

    Das ist der Brüller zukünftiger Historiker. Zu doof um wenigstens als wahr zu scheinen.

    Wählen wir die ‚Klimaten‘ einfach ab.

    1. Avatar von Josef Berkemeyer

      Von Pflanzen in Jahrmillionen gespeichertes CO2 wird als fossile Energie von der Menschheit seit der Industrialisierung in nur drei Generationen freigesetzt. Das hat es erdgeschichtlich noch nie gegeben. CO2 von 260 ppm auf momentan über 410 ppm. In „nur“ 100 Jahren. Die genauen Auswirkungen sind nicht bekannt. Deine Sorglosigkeit kann ich nicht teilen. So eine menschengemachte Veränderung ist unumkehrbar, die Folgen erahnen wir zur Zeit nur. Ich wünsche mir, das meine und unsere Kinder damit klarkommen werden und unsere Welt besser achten und schützen werden. Wir haben nur die Eine!

      1. Avatar von Mighty Quinn
        Mighty Quinn

        … nun, was es ‚erdgeschichtlich noch nicht gegeben‘ hat, weiß ich in der Tat nicht. Wer bin ich?

        Aus Satellitenbeobachtungen geht aaaber hervor, dass es keine CO2-Erwärmung, seit Beginn derartiger Aufzeichnungen, vor etwa 40 Jahren, gegeben hat; https://bit.ly/2RRgnOr

        (Übrigens, Hr. Admin Friedrich, gar nicht so toll, dass Links und einfache html als Forist hier nicht genutzt werden können. Das war schon mal besser.)

        1. Avatar von Jörg Phil Friedrich

          Es ist so ermüdend, immer auf den gleichen Unsinn reagieren zu müssen. Die rote Linie in diesem oft verbreiteten Bild ist ein 13-Monats-Mittel. Was hat das bitte sehr mit klimatischen Veränderungen zu tun? Dass das Bild immer wieder im Internet geteilt wird, um irgendwas zu „beweisen“, macht es nicht richtiger.

          1. Avatar von Mighty Quinn
            Mighty Quinn

            … naja, Hr. Friedrich, ich habe die Grafik, die eine geringfügige Temp.diff. auf der Erdoberfläche über einen Zeitraum von 40 Jahren darstellt, zum ersten Mal im Internet geteilt. Die Grafik ‚beweist‘ gar nix. Die Satellitenaufzeichnungen beschreiben lediglich eine geringe Erderwärmung und sind kein Nachweis für die Hypothese, dass eine steigende CO2-Konzentration allein, schon gar nicht der ‚menschengemachte‘ Anteil daran, für eine globale Erwärmung ursächlich ist. Das liest sich auch so im Link.

            Im Übrigen wäre es an den Behauptungen der ‚Klimapaniker‘ gelegen, einen Nachweis darüber zu erbringen, dass die ‚menschengemachte CO2-Produktion‘ einen zu berücksichtigen Einfluss auf das Klima, auf Zustände und Vorgänge in der Atmosphäre hat. Dazu habe ich bisher, auch von Ihnen, nix gelesen. Klären Sie uns auf.

          2. Avatar von Jörg Phil Friedrich

            Mighty Quinn, die Klimamodelle (die im Kern genauso funktionieren wie die sehr erfolgreichen Wettermodelle, nur dass sie noch weit mehr Teile des Klimasystems berücksichtigen) zeigen, wenn man den CO2-Anteil variiert, eine entsprechende Veränderung der globalen Mitteltemperatur. Das genügt eigentlich schon, um nachzuweisen, dass diese Veränderung der CO2-Konzentration, die durch den menschlichen Eintrag ausgelöst wird, einen solchen Klimawandel auslösen kann. Dass es weitere Einflussgrößen gibt, die nicht vom Menschen abhängen und ebenfalls zur Variabilität des Klimas beitragen, ist unbestritten und belanglos. Es kann zur Verstärkung oder zur Abschwächung des tatsächlichen Wandels führen.

            Es ist, als wenn Sie am Strand Federball spielen. Wo der Ball wirklich hinfliegt, ist nicht nur von Ihrem Einfluss abhängig, sondern auch von den Windböen. Aber das heißt nicht, dass es völlig unwichtig ist, mit welcher Kraft und in welche Richtung Sie den Ball schlagen.

          3. Avatar von Mighty Quinn
            Mighty Quinn

            … ganz bestimmt hat auch das kleinste ‚Lüftchen‘ einen Einfluss auf das Klima. So weit d’accord. Nur gehöre ich halt nicht zu den ‚Panikern‘, die des Mammons wegen, 4,6 Milliarden Jahre Erdgeschichte, mit all seinen Klimaschwankungen nicht sehen wollen. Umweltschutz wie saubere Luft, zum Beispiel, nix dagegen. CO2-Alarm aber ist Panikmache. Meine ich.

            Der Mensch nimmt sich zu wichtig: https://bit.ly/2DwcF7P

          4. Avatar von Jörg Phil Friedrich

            Klar, im Zeitmaßstab von 4 Milliarden Jahren brauchen wir uns keine Gedanken machen, und schon gar nicht müssen wir uns da wichtig nehmen, für diesen Zeitraum gesehen ist es egal, ob und wie die Menschen die nächsten Jahrzehnte überstehen. Es geht aber um die Zukunft der nächsten paar Generationen, und um seiner selbst willen kann der Mensch sich gar nicht wichtig genug nehmen.

            Sie irren, ein kleines Lüftchen ändert das Klima nicht. Die Verdoppelung oder Verdreifachung der Konzentration eines Gases, das wesentlich für die Energiebilanz der Atmosphäre ist, kann das Klima aber durchaus ändern. Ich finde, das ist auch gar nicht schwer zu verstehen.

          5. Avatar von Mighty Quinn
            Mighty Quinn

            … nun, Hr. Friedrich, das kleinste ‚Lüftchen‘ betrachten Sie bitte als ironische Bemerkung. Oder im Extrem als ‚butterfly effect‘. Ganz wie Sie wollen.
            Eiszeit und Erwärmung wechseln sich im ‚politischen Mainstream‘ seit mehr als 120 Jahren ab. Sie können sich ja in die Liste eintragen: https://bit.ly/2WS3HdX

            Mag sein, dass eine Verdoppelung oder Verdreifachung der Konzentration eines Gases, die Energiebilanz der Atmosphäre beeinflusst. Dazu genügt, wie geschrieben, ein Blick auf die Erdhistorie.

            Nur das eben ‚menschengemachtes CO2‘ einen wesentlichen Einfluss auf einen möglichen Treibhauseffekt, welcher dann auch noch einen Einfluss auf das Klima haben soll, dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis.

          6. Avatar von Mighty Quinn
            Mighty Quinn

            … im Übrigen habe ich in einem anderen thread geschrieben, sich die ‚Erde untertan‘ machen, heißt nicht sie zu vernichten. Konkret in Afrika, beispielsweise, könnte damit begonnen werden, den Raubbau an der Natur durch Aufforstung, etwa in der Sahelzone, zu beenden. Das hätte zudem einen wirklichen Einfluss auf die CO2-Konzentration in der Atmosphäre, als denn die ‚CO2-Hysterie‘ in Deutschland.

            Um das auch entsprechend zu fördern – als Europas und Deutschlands Beitrag, als erste Hilfe nicht nur für Afrikaner – wäre die Durchsetzung von ‚Schengen‘, besser Art. 16a GG. Man muss es nur wollen.

            DAHER! ‚Klimapaniker‘ aller Länder vereinigt euch – auf nach Afrika!

  6. Avatar von Fruufus Maximus
    Fruufus Maximus

    Und was kommt, wenn der Klimawandel durch den Menschen gar nicht beeinflusst werden kann oder wenn er ausbleibt? Zumindest wohl eine ebenso berechtigte Frage wie die, die auf der Annahme es gäbe einen Klimawandel auf Grund von anthropogenem CO² hier gestellt wird.

    1. Avatar von Jörg Phil Friedrich

      Da wir uns insgesamt so verhalten, als ob es so wäre, brauchen wir über diese Frage nicht lange nachdenken. Dann ändert sich das Klima eben nicht. Ist aber unwahrscheinlich, zumal der Klimawandel ja bereits begonnen hat.

  7. Avatar von wolfgang fubel
    wolfgang fubel

    Wie Dumm müssen die Menschen sein, daran zu glauben, Sie könnte das klima stoppen,
    oder gar beeinflussen? Im laufe der letzten Jahrzehnte hat man Uns schon allerlei Blödsinn ins Gehirn geprügelt. Die Wälder sterben, die Flüsse und Seen versauern ,das Ozonloch bedroht
    Unsere Existenz ,das CO2 verwandelt Unsere Erde in ein gefährliches Treibhaus. Und,Und, Und.
    Bin mal gespannt was diese Klimafutzies noch so alles von sich geben! das Einzige Klima
    das diese Idioten schaffen ist ein Klima der Angst und Verunsicherung.. Jetzt haben Sie auch noch
    festgestellt das der Magnetische Nordpol mit rasender Geschwindigkeit in Richtung Sibirien
    unterwegs ist, vieleicht geht demnächst die Sonne im Westen auf und im Osten unter. Na das
    müssen Wir unbedingt verhindern!
    Noch schlimmer wäre ein unkontrollierter Geburten zuwachs der Erdbevölkerung. Das würde Unseren Planeten noch schwehrer machen und Ihn auf eine andere Lebensfeindliche Umlaufbahn um die Sonne schleudern.!? Damit will ich sagen, das ich diesen Sogenannten
    „Experten“ jeden Blödsinn zu traue, den man in der Lage ist, von sich zu geben!

    1. Avatar von Jörg Phil Friedrich

      Sowohl die Warnung vor dem Waldsterben als auch die Beobachtung des Ozonlochs und die Aufklärung seiner Ursachen haben zu einem Umdenken und zu entsprechenden Handlungen geführt. Abgase von Kraftwerken und Industrieanlagen wurden sauberer, das FCKW wurde durch andere Mittel abgelöst. Diese Beispiele zeigen eher, dass es gut und richtig ist, den menschlichen Einfluss zu analysieren und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

      1. Avatar von wolfgang fubel
        wolfgang fubel

        Ob all diese Dinge zu einen Umdenken in der Menschheit geführt haben, das bestreite ich
        Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus! Das FCKW wurde abgelöst um dem CO2 als
        Sündenbock platz zu machen. Eine der größten Irrtümer der Wissenschaft! Abgase von
        Kraftwerken und Industrieanlagen wurden sauberer!? Bei welchen Nationen denn??
        Es mag vieleicht Gut und Richtig erscheinen den Menschlichen Einfluss zu analysieren,
        aber Konsequenzen sind daraus bisher so Gut wie keine gezogen worden.
        Selbst wenn sich schlagartig die Gesammte Menschheit, mit all Ihren Industrien innerhalb
        kürzester Zeit besinnen würde, So würde ein einziger Größerer Vulkanausbruch all diese
        Wissenschaftlichen „Expertiesen“ zu nichte machen! Denn Der haut mehr „Schadstoffe“ in die Atmosphäre als alle Industrienationen in fünfhundert Jahren nicht schaffen würden!
        Auch ich bin dafür die Umwelt zu schonen und darauf zu achten, meinen Dreck Ordnungs
        mäßig zu entsorgen, ich möchte nicht in einer Welt voller Dreck leben.
        Nur was jetzt passiert ist nichts anderes , als ein Hysterisches Klimageschrei in Baare Münze umzuwandeln. Es ist sozusagen Die Gelddruckmaschiene der Zukunft, mit
        ungeahnten Gewinnen und wie immer nur für eine kleine selbsternannte „Elite“

        Und DIE hat mit Sicherheit nicht Unsere Gesundheit auf Ihren Schirm!!

        1. Avatar von Jörg Phil Friedrich

          Größere Vulkanausbrüche können zwar auf das globale Wettergeschehen der folgenden Monate einen großen Einfluss haben, aber nach ein bis zwei Jahren ist der ganze Dreck wieder aus der Atmosphäre raus, zu Boden gefallen und abgeregnet. Das CO2, welches durch die Verbrennung fossiler Energieträger jetzt in die Atmosphäre gelangt, bleibt da für Jahrtausende, da die Prozesse der nachhaltigen Rückbindung über Pflanzen und die Kohlebildung sehr sehr lange dauert. Das gleiche gilt für das Methan, das aus den Dauerfrostböden entweichen könnte, wenn die erst mal auftauen.

          1. Avatar von wolfgang fubel
            wolfgang fubel

            Diese Welt in der Wir leben hat schon Katastrophen überlebt, die Größenordnungen hatten von der Wir nicht die geringste Ahnung haben!
            Diese Welt ist ein Gigantisches geschlossenes sich selbst reinigendes System, das über Jahrmillionen hervorragend funktioniert hat. Schadstoffe zerlegen sich mt der Zeit von ganz alleine, ohne Unseren Einfluß, wenn dem nicht so wäre,
            wäre alles Leben in dieser Welt unmöglich.
            Das vorhanden sein von Menschen in dieser Welt, im Zeitraffer auf ein Jahr reduziert,entspräche den letzten zwei Sekunden des Jahres, gemessen an den Geschätzten Alter dieser Welt! (Unsere Menschheit) Es klingt schon sehr vermessen wenn nicht sogar sehr Überheblich, anzunehmen Wir Menschen hätten einen Einfluß auf das Klimatische Geschehen dieser Welt!

            Methan? Ja und, wenn das freigesetzt würde, reicht ein Gewitter mit Blitz entladung um das Explosionsartig verpuffen zu lassen. Auch das hat es in Jüngerer Zeit schon gegeben. Was das CO2 anbetrifft, so zersetzt sich auch Dieses sehr kurzzeitig Ist Wissenschaftlich nachgewiesen, wird aber bis Heute hartnäckig abgestritten, weil es nicht ins Heutige Wissenschaftliche Schema passt!
            Diese Welt hat schon mehrere Menschheiten überlebt. Die Zeugnisse stehen auf allen Kontinenten noch Gut sichtbar herum.
            Wir hätten zwar das Zeug dazu Uns mehrmals zu vernichten (Weltweiter Atomkrieg), aber niemals das Zeug dazu diese Welt zu vernichten. in ein Paar Millionen Jahren würde nichts mehr daran Erinnern das Wir jemals hier waren.
            Und was das Erdoel anbetrifft, so streiten sich ja verschiedene Wissenschafts
            Experten darum, ob das Zeug Fossielen Uhrsprungs sei, oder Abotischen Uhrsprungs! Keine Einigkeit, Uneinigkeit ist Gleich Unwissen.

            P.S. Wenn ich an etwas Glauben will, dann bin ich in der Kirche besser aufgehoben!

  8. Avatar von Mighty Quinn
    Mighty Quinn

    @Hr. Friedrich

    Ausschnitt aus öffentlicher Anhörung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nunkleare Sicherheit im Bundestag, am 20.02.2019. https://bit.ly/2IyQ9k7

  9. Avatar von Das Ding
    Das Ding

    erstaunlich, wieviele Kommentatoren sich vehement Muehe geben, ihre schoene heile Welt zu bewahren. Ich wuensche mit das Buch „Was kommt nach dem Klimawandel?“ als Schulbuch, da es, ich habs nicht gelesen, aber es scheint so zu sein – viele Fakoren des Themas wie in einem dramatischen, klassichen 3 Schritt-Modus anspricht: Der Weg zur Katastrophe, die Katastrophe, die Erneuerung. (Ansich simpel und logisch) Denn so schlimm die Klimakatastrophe auch ist und keinesfalls geleugnet werden darf – fuer die Kinder ist eine Zukunft, beruhend auf realer Einschaetzung, wichtig. Und eigentlich klingt es sogar nach einer spannenden Herausforderung mit vielen Abenteuern mit interessanten Menschen. Man stelle sich vor! Keine Smartsphonezombies mehr! Echte Menschen, die miteinander reden und geradeaus gucken!

  10. Avatar von Matthias Schneider
    Matthias Schneider

    Sehr geehrter Herr Friedrich,
    Sie haben auf wenigen Seiten ihres Buches, wie ich finde sehr gut und sehr offen (vielleicht noch nicht offen genug) dargelegt, was uns beim augenblicklich anhaltenden Klimatrend erwartet und darüber nachgedacht, wie wir Menschen damit umgehen können oder sollten. Ich bin immer wieder erschüttert, wie viele Menschen die doch offensichtlichen und nicht nur hypothetischen globalen Veränderungen ignorieren/verdrängen. Ich hoffe sehr, dass sich schnell noch mehr Menschen wie Sie mit diesen Zukunftsfragen auseinandersetzen, sonst kommt wirklich alles zu spät!

  11. Avatar von Cabomba
    Cabomba

    Aus meiner Welt kenne ich keine „Klimaskeptiker“. Dort ist man dem empirischen Wissenschaftsbegriff verpflichtet. Daher finde ich es spannend zu lesen, wie scheinbar gebildete Menschen (zumindest können sie sich gut ausdrücken) Unfug verbreiten, nur um die kognitiven Dissonanzen zwischen Wirklichkeit und Ethos auszugleichen. Sie wollen alle gern moralisch auf der richtigen Seite stehen…. der eigene SUV darf nicht „Sünde“ sein.
    Leider wird auch die Blase de Klimaskeptiker platzen. Es wäre zu schön, wenn sie recht behalten würden und wir alle folgenlos CO2 emittieren dürften. Ist aber (leider) nicht so. Und wir „versündigen“ uns all an der Welt unserer Kinder: Der eine erst 20 Jahre, ich bereits über 60!
    Ich wäre auch so gern Klimaskeptiker…. dann könne ich besser schlafen. Wie der Volksmund sagt: Der Dumme ist der Glückliche!

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