Chemnitz – Fanal oder Menetekel?

Die Szenen, die sich vergangenen Sonntag und Montag in Chemnitz zutrugen, kann man holzschnittartig so beschreiben: Brauner Mob – überwiegend männlich, zum Teil (stark) alkoholisiert – übernimmt für einige Stunden die Regie auf den zentralen Plätzen und Straßen der drittgrößten Stadt Sachsens. Polizei in zu geringer Mannschaftsstärke angerückt lässt die Rechtsradikalen gewähren, ist mit der Situation sichtlich überfordert. Die Hooligans – anscheinend selbst überrascht von der Passivität der Staatsmacht – begnügen sich mit Skandieren rassistischer Parolen, Pöbeln, Zeigen des Hitlergrußes, machohaften Drohgebärden gegenüber Ausländern und einer kleinen Treibjagd auf Migranten. Am Ende des traurigen Schauspiels sind alle froh, dass außer ein paar vollgekotzten Bürgersteigen, angepinkelten Häuserwänden und zerdöpperten Schaufensterscheiben nichts weiter Dramatisches in diesen 48 Stunden passiert ist. Halt eine der im Jahresturnus irgendwo in der Republik aufpoppenden Neonazi-Demos. Schulterzucken, Verweis auf die statistische Wahrscheinlichkeit, Weitermachen im Tagesgeschäft, Sachsen und die Sachsen dürfen in Ruhe weiterwurschteln und wutbürgern. Alles schon erlebt, Heidenau und Hoyerswerda grüßen. Trotzdem bleibt ein schaler Nachgeschmack zurück. Irgendwas ist anders als sonst. Aber was?

Geheuchelte Krokodilstränen – Trauer sieht anders aus

Über den fadenscheinigen Auslöser brauchen wir nicht zu sprechen. Der gewaltsame Tod eines Deutschen, geschehen am Samstagabend – der Tat dringend verdächtig sind ein Syrer und ein Iraker – am Rande des Chemnitzer Stadtfestes. Die beiden jungen Männer wurden binnen weniger Stunden gefasst und von der Justiz einkassiert. Dass die Behörden nicht rasch handeln oder gar auf dem Flüchtlingsauge blind sind, konnte man also definitiv nicht behaupten. Spontan hochkochender Wunsch nach Selbstjustiz entfällt ebenfalls als Begründung, denn die zwei Messerstecher saßen ja bereits hinter Gittern. Trotzdem rotteten sich am Sonntag 1000 – am Montag zwischen 5 und 6000 – Menschen zusammen, die nach Rache gierten. Warum?

Die Rechten interessierten sich natürlich Nullkommanull für den Ermordeten selbst. Der war Halb-Kubaner, galt politisch als eher linksstehend. Stille Trauer sieht anders aus. Es ging mal wieder um zu viele Ausländer in Sachsen, importierte Kriminalität und „Merkel trägt die Schuld an unserem Elend“. Eigentlich ein stinklangweiliger Dauergähner, von dem man als unpolitischer Normalbürger hofft, dass er sich irgendwann aufgrund Überstrapazierung des Themas von selbst totläuft. Aber dem ist – wie Chemnitz eindrucksvoll bewiesen hat – nicht so.

Die Politik jenseits der AfD zeigt sich entsetzt, in den sozialen Medien wird darüber diskutiert, ob Volkes Zorn nicht doch berechtigt gewesen sei, die Presse äußert Abscheu. Altbekannte Reflexe und Rituale. Die Nicht-Distanzierung der Hellblauen war vorherzusehen, überrascht hat ein bisschen das Rumlavieren des Innenministers. Vielleicht hat es auch nicht überrascht, weil die CSU seit Monaten versucht, bei den AfD-Anhängern zu punkten. Es ist halt dumm gelaufen, so was passiert eben hin und wieder, kein Grund zur Besorgnis, wir haben die Lage im Griff, rechte Gewalt ist allenfalls ein winziges Randproblem.

Die Statistik zeigt Richtung Osten

Ohne nun aber den Chemnitzern und Sachsen zu nahe treten zu wollen, müssen dennoch ein paar Fragen erlaubt sein:

(A) Kann es sein, dass die Polizei bei rechten Krawallen weniger scharf einschreitet als bei linken Aufmärschen? Vor allem im Osten der Republik scheint das der Fall zu sein
(B) Warum diese Häufung in den Neuen Bundesländern?
(C) Welche Maßnahmen sind geplant, damit sich Vorfälle dieser Größenordnung und Intensität nicht wiederholen?
(D) Wurden wir Zeugen eines Wendepunkts in der Verharmlosung rechter Gewalt, oder markiert Chemnitz den Auftakt zu weiteren Exzessen?

Die größere Anzahl an politisch motivierten Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund in den Neuen Bundesländern ist nun mal nicht zu leugnen. Die Statistik weist (auf jeweils 100.000 Einwohner bemessen) folgende Zahlen auf:

5,21 MVP – 4,52 Sachsen-Anhalt – 3,29 Thüringen – 2,80 Brandenburg – 2,80 Berlin – 2,33 Sachsen.

Dem gegenüber stehen:
1,50 Ba-Wü – 1,15 NRW – 0,59 Hamburg – 0,53 Bayern – 0,26 Hessen.

Quelle: Verfassungsschutz, Statista (gefunden in: General-Anzeiger, Bonn: 28.08.2018)

Die Gründe mögen mannigfaltig sein:

Dennoch kommt man, spätestens seit der Exzesse von Chemnitz, die aber im Grunde nur überdeutlich sichtbar machen, was in Sachsen schon längst virulent ist, nicht umhin, sich der Frage zu stellen, was dort politisch, institutionell und gesellschaftlich in überproportionaler Häufigkeit völlig aus dem Ruder läuft? Eine seit Jahren erschütternd hohe Zahl rechtsextremistisch motivierter Straftaten, höchster Stimmanteil der AfD bei der letzen Bundestagswahl, ein an Rechtsdrift nicht zu überbietender CDU-Landesverband, eine immer wieder durch rechte Parteinahme unangenehm auffällig Exekutive, mehrfache pogromähnliche Ausschreitungen an diversen Orten (Heidenau, Freital, Jahnsdorf etc.), ungebrochener Zulauf für hetzerische und auf Spaltung abzielende Initiativen wie PEGIDA und deren wohlwollend-relativierende Begleitung örtlicher Medien und Wissenschaftler etc.pp.
< aus einer Facebook-Diskussion zum Thema „Chemnitz“ >

Auffallend ist, dass sich diejenigen am fremdenfeindlichsten gerieren, die den wenigsten Kontakt mit Migranten haben. Vergleichbar einem Abt, der seit Jahrzehnten abgeschieden hinter meterhohen Klostermauern lebt und seinen Mönchen sonntags von der Kanzel über die Verderbtheit und Geilheit des Weibes predigt. Sich über eine Sache aufregen, von der man selbst keinen blassen Dunst hat, damit aber Hexenverfolgung und Pogromstimmung lostreten.

Fanal oder Menetekel?

Über (A), (B) und (C) wurde schon eine Menge publiziert, weshalb ich mich hier vor allem auf (D) konzentrieren möchte: Wende- oder Ausgangspunkt (?)

Es existieren – wiederum holzschnittartig vereinfacht – zwei mögliche Entwicklungspfade post Chemnitz:

Die Politik fängt endlich an, das Thema Rechtsradikalismus nach ganz oben auf die Agenda zu setzen. Und zwar nicht nur als Lippenbekenntnis, sondern garniert mit konkreten Maßnahmen gegen die – zum Teil den Behörden seit langem bekannte – Szene. Parteien, die sich knapp vor der Grenzlinie zur Staatsfeindlichkeit befinden, – wenn man sie schon nicht verbieten kann – zumindest vom Verfassungsschutz beobachten lassen. Und Inlandsgeheimdienst sowie Polizei konsequent von Kollaborateuren bereinigen. Politiker sollten sich – Wahlkampf hin oder her – hüten, Verständnis für rassistisch motivierten Mob und mitmarschierende Wutbürger zu äußern, und damit den Extremen in die Hände zu spielen. Es muss ein allgemeinverbindlicher Grundkonsens für alle Fraktionen – egal ob schwarz, rot, grün oder gelb – existieren, der besagt: Sobald sich Nazis zusammenrotten und Jagd auf Menschen machen, ist Schluss mit lustig.

Das wäre die Variante Fanal: Handlung als weithin erkennbares Zeichen, das eine Veränderung angestrebt wird.

Aber während ich diese Zeilen tippe, merke ich selbst, dass ich mich einer gutmenschlichen Illusion hingebe. Kaum ist der Rauch der Bengalos in Chemnitz verflogen, geht es sofort los mit Schuldzuweisungen:

Wurzeln für Ausschreitungen liegen im ‚Wir-schaffen-das‘ von Merkel“
Wo er Recht hat, hat er Recht.
© Nicola Beer in einem Tweet zu einer Aussage von Wolfgang Kubicki

Zum einen wird der monokausale Unsinn durch ständige Wiederholung nicht wahrer, zum anderen ist der Gedanke zu kurz gesprungen. Denn der Faschismus klopft beharrlich wie ein winterschlafender Alien in unserer deutschen Brust. Zwanzig Prozent der Bevölkerung gelten als anfällig für braunes Gedankengut. In guten Zeiten schlummert die Bestie, wird Nazikram hinter vorgehaltener Hand geflüstert und spätabends an einigen Stammtischen das Horst-Wessel-Lied gegrölt. Periodisch schlüpft das Ungeheuer, ist anfangs klein, aber bereits äußerst aggressiv und gewalttätig, und es hängt nun von Schnelligkeit und Entschlossenheit der Gegner ab, welches Schicksal es erleidet. Wird zu lange mit wirksamen Abwehrmaßnahmen gezögert, spürt die Mörderspinne, dass Gegenwehr unterbleibt, legt sie ihre Eier in der Nachbarschaft, die Krawalle breiten sich auf weitere Städte aus und binnen weniger Wochen entsteht ein kaum noch zu stoppender Flächenbrand. Teile der Konservativen laufen zu den Rechten über, der Rest des Bürgertums, längst in Schockstarre und in Sorge ums eigene Reihenhaus und den BMW vor der Haustür verfallen, wird überrumpelt. Die zweite Demokratie auf deutschem Boden taumelt ihrem Finale entgegen.

Das wäre dann die Variante Menetekel: Anzeichen eines drohenden Unheils. Gemäß Altem Testament mit Blut an eine Wand im Palast des babylonischen Königs Belsazar geschrieben.

51-49-Prognose

Warum so pessimistisch alter Griesgram, fragen Sie? Die Sonne scheint, das Mittagessen steht auf dem Tisch, danach ein kurzes Verdauungsschläfchen, und die Welt sieht im Anschluss wieder heiter aus. Vielleicht haben Sie Recht. Mit zunehmendem Alter wird man eben schwermütiger und erinnert sich an den im Studium zum ersten Mal gelesenen Spruch von Hobbes – den dieser wiederum von Plautus geklaut hatte –: Homo homini lupus. Aber manchmal, wenn man denkt, schlimmer kann es nicht mehr kommen, wacht man am nächsten Morgen auf, schaltet verpennt das Radio an und erfährt erschrocken, dass es doch noch schlimmer geht.

Ob wir in Chemnitz den Anfang vom Ende des offen zur Schau gestellten Rechtsradikalismus erleben durften? Nachdem, was ich im Nachgang gelesen, in den Nachrichten an Interviews gehört habe, bin ich da skeptisch. Ich sehe weit und breit keinen Verantwortlichen, der bereit ist, die Axt mit vollem Schwung in die Wurzel des Übels zu schlagen. Es wird bei wohlklingenden Reden und dem Ergreifen einiger kleiner Kurskorrekturen bleiben. Wie schon beim NSU-Prozess lässt sich der Staat von den Rechten und ihren beamteten Sympathisanten auf der Nase rumtanzen.

Und so schätze ich die Wahrscheinlichkeiten für Menetekel auf 51 und Fanal 49 Prozent ein.

PS. Und es bedeutet KEIN Sachsen-Bashing, wenn man darauf hinweist, dass dort seit Jahren eine zu laxe Politik in Blickrichtung auf die Aktivitäten der rechten Szene betrieben wird. Dasselbe würde man als Kommentator ebenfalls sagen, wenn die Krawalle vermehrt in Hamburg, Baden-Württemberg oder NRW stattfänden. Der Vorwurf der unzulässigen Pauschalisierung ist nichts anderes als der durchsichtige Versuch, die Angelegenheit kleinzureden

24 comments
Jerry Cotton

… ein Held und Patriot:

Erklärung von Herrn Daniel Zabel zur Veröffentlichung des Haftbefehls wegen der Ermordung eines jungen Mannes in Chemnitz

Ich möchte, dass die Öffentlichkeit weiß, was geschehen ist. Ich möchte, dass die Spekulationen über einen möglichen Tatablauf ein Ende haben und ich möchte, dass die Medien nicht mehr die Hoheit haben, den tatsächlichen Tatablauf in Frage zu stellen, zu manipulieren oder auf einen ihnen jeweils genehme Art und Weise zu verdrehen. Ich möchte, dass die gesamte Öffentlichkeit ausschließlich die zum heutigen Zeitpunkt bekannten harten Fakten kennt.

Ich bin als Justizvollzugsbeamter tagtäglich im Brennpunkt eines Geschehens, dass es in unserem Land vor einigen Jahren in dieser Intensität und Weise nicht gegeben hat. Trotzdem beobachte ich jeden Tag, dass die meisten Menschen über die Veränderungen in unserem Land belogen werden oder die Wahrheit nicht wahrhaben wollen. Zumindest im Hinblick auf den Totschlag oder Mord von Chemnitz wollte ich aber nicht mehr Teil dieser schweigenden Masse sein, sondern dafür sorgen, dass die Wahrheit, und ausschließlich die Wahrheit ans Tageslicht kommt.

Quelle: https://bit.ly/2C9qYBs

Ronald Schubert

Ein Menetekel
Denn schon 1941 orakelte Bert Brecht:
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch:
Wie wir sehen, hätte ere recht.
Es gibt eigentlich kein Land und keine Stadt, die vor einem neuen Ausbruch des Faschismus sicher sein kann!

    Rainer Seifert

    Wie war noch der Name des italienischen Kommunisten mit seinem wahren Spruch: „Wenn der Faschismus wiederkommt wird er sagen. Ich bin der Antfaschismus“.

    Dies soll auch das Vorhandensein rechter Straftäter keineswegs ausschließen. Natürlich gibt es überall Idioten.

Rainer Seifert

Ganz klare Apokalypse, die uns nun droht.

Vielleicht sollten schon die Rheinbrücken zur Sprengung vorbereitet werden, damit wenigstens ein kleiner Teil Deutschlands vor dem faschistoiden sächsischen Mob verteidigt und gerettet werden kann.

Komisch, der Chefredakteur der Ortszeitung hatte ganz andere Eindrücke. Auch ich habe mir erlaubt, das Video von den tausenden teilnehmenden Bürgern anzusehen. Nazis habe ich da eher nicht erkannt. Hetzjagden ebenfalls nicht.

Es existiert eine kurze Szene, wo ein kahlköpfiger Mann (mein Opa hatte auch eine Glatze und war kein Nazi), hinter einer anderen Person ein Stück herrannte. Was dem vorausging weiß ich nicht. Klar, Schutzsuchende und Antifanten provozieren schon aus Überzeugung und reinem Glauben an das Gute im Menschen niemals Andersdenkende.

Ebenso wie „Schutzsuchende“ ihre Messer auch nur dabei haben um den sie alimentierenden „Kartoffeln“ beim Schälen derselben behilflich zu sein.

Wenn nun wirklich einige sehr wenige Idioten mit Hitlergruß vorbei deflinierten, so lässt sich das leider in der Menge nicht immer vermeiden.(Siehe der berühmte Mini-Galgen damals bei Pegida in öffentlich/rechtlichem bildschirmfüllenden Format.) Einer diese Gilde soll übrigens nach Disput mit Ordnern im Block der Antifanten verschwunden sein. So ein Schelm aber auch. Wenn Grüne nach Hakenkreuzschmierereien erwischt wurden, so geschah dies natürlich auch nur in der hehren Absicht, auf die braune Gefahr hinzuweisen. Ein solch ehrbares Verhalten sollte man dann auch hier gebührend anerkennen.

Nun bin ich wirklich mal gespannt, wann ich endlich die ersten Aufnahmen von Nazi-Hetzjagden in Chemnitz gegen die armen Asylanwärter zu sehen kriege. Wäre ja kaum zu glauben, wenn aus dem Block der zahlreichen ehrbaren Demokratiewächter dies niemand gefilmt hätte.

Nicht, dass uns unsere Regierungssender aber wieder mal mit Bildern verkohlen, die von ganz woanders stammen. Soll bei einer Lichterkette schon mal passiert sein. Nun ja, so lange es der guten Sache dient, passt es schon.

    Rainer Seifert

    Der Justizbeamte handelte leider nicht nur straffällig sondern auch extrem töricht. Mit seiner Tat hat er sich nicht nur selber höchstwahrscheinlich aus dem Dienst entfernt, sondern dem Täter womöglich noch einen Strafnachlass verschafft. Aber dies festzustellen überlasse ich lieber den brillanten Juristen unter den Kolumnisten.

    Fred Groeger

    @Rainer Seifert.

    Dass die Typen, die da „Wir sind Fans von Adolf Hitler“, „Ausländer raus“ gegröhlt haben und den Hitlergruß gezeigt haben, Neonazis waren, bezweifelst du also, ja?

      Jerry Cotton

      … da die Polizei zugegen war, gehe ich davon aus, dass die dir von beschriebenen ‚Typen‘ – wie viel eigentlich? – wie auch immer, polizeibekannte, eingeschleuste, Provokateure waren.

      … Apropos Menetekel; ich gebe der grundgesetzwidrigen und der sich selbstüberhöhten Herrschaft der Ex-FDJ-Sekretärin – https://bit.ly/2wtynX2 – und den EU-Faschisten, in Deutschland und Europa, noch max. bis Ende 2018. Womöglich wird die menschenfeindliche Herrschaft gar schneller zu Ende sein.

      Rainer Seifert

      Sorry, ich habe im rund 45 Minuten dauernden Video nur friedliche Menschen gesehen. Vielleicht war ich ja am falschen Ende. Aber dann bitte solche Vorkommnisse beweisen. Läge Bildmaterial vor, so wäre es doch wohl wohl bei Maischberger als auch bei Illner gezeigt worden. Stattdessen bei Maischberger ein Klüngel von SED Nachfolgepartei, sattsam bekannter Taz-Tante und einem zumindest zum Lachen anregendem „Spezilisten“ gegen rechte Gewalt.

      Der frühere CDU Funktionär und jetzige AfD Mann kam nicht gerade sehr oft zu Wort. Wenigstens Herr Bosbach war – wie von ihm gewohnt – um Ausgleich und Fairness bemüht. Musste natürlich aber auch seiner Parteizugehörigkeit Tribut zollen.

      Der eine Täter konnte nach heutiger BR Berichterstatttung übrigens auch mit Mehrfachidentität die dummen Kartoffeln schön übers Ohr hauen und hätte längst ausgewiesen werden müssen.

      Wie wäre es denn, man würde von Seiten der Legislative die 6monatige Ausweisungsfrist, da oft nicht von den Behörden einhaltbar, auf 12 Monate verlängern. Diese Frist würde allerdings vielleicht auch nicht ausreichen in unserer bunten Republik.

Claus

Ohne „Rechts-“ gegen „Links“-Extremismus zu relativieren hat die die Statistik über politisch motivierte Straftaten schon so ihre „Eigenheiten“, nachzulesen z.B. im Buch von Wolfgang Reuters, „Deutschland im Sturzflug“, er schreibt:

„Übrigens wird die Anzahl der rechtsextremen Straftaten demnächst gewaltig ansteigen. Wirklich, denn dafür haben Bund und Länder kürzlich gesorgt. Mit einer neuen Zählweise werden die rechtsradikalen Straftaten – ganz wie von der Obrigkeit gewünscht – ungeahnte Ausmaße erreichen. Delikte wie Hakenkreuzschmierereien wurden bisher nur dann in der Statistik erfasst, wenn auch die Hintergründe aufgeklärt werden konnten. Die Länder haben sich nun darauf geeinigt, solche Taten grundsätzlich als politisch rechts motivierte Straftat zu werten. Demnächst muss man also gar nicht mehr untersuchen, ob nicht vielleicht ein „Linker“ ein Hakenkreuz an ein Asylantenwohnheim geschmiert hat (,,Sprühen gegen Rechts!?“), um seine eigene Position, dass gegen die Rechten viel zu lasch angegangen wird, zu unterstützen. Derlei Vorkommnisse werden dann umgehend dem rechten Spektrum zugeordnet, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Quote. Wenn das erst richtig publik wird, werden die selbsternannten Antifaschisten wohl scharenweise losstürmen, um Delikte und Straftaten zu begehen, die verdächtig nach rechts-orientierten Tätern aussehen.“

Nach den linken G20-Gewaltexzessen in Hamburg, in denen Tausende politisch motivierter Straftaten begangen wurden, hätte die „Quote“ für „Links“ eigentlich durch die Decke gehen müssen. Ist sie aber nicht. Merkwürdig.

Jerry Cotton

H.H.: Chemnitz – Fanal oder Menetekel?

… Herr Hirsch, ganz einfach; ein Fanal für Deutschland und ein Menetekel für Merkel, Genossen und den EU-Faschismus.

Warum: ‚An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.‘ (2’000 Jahre alt.)

1989 Honecker an Modrow: „Im Verlauf des gestrigen Tages kam es in verschiedenen Bezirken, besonders in Berlin, Leipzig, Dresden, Karl-Marx-Stadt, Halle, Erfurt und Potsdam, zu Demonstrationen, die gegen die verfassungsmäßigen Grundlagen unseres sozialistischen Staates gerichtet waren.
Vor allem in Dresden, Plauen und Leipzig trugen sie den Charakter rowdyhafter Zusammenrottungen und gewalttätiger Ausschreitungen, die unsere Bürger in höchstem Maße beunruhigen. Es ist damit zu rechnen, daß es zu weiteren Krawallen kommt. Sie sind von vornherein zu unterbinden.” https://bit.ly/2ol9Df8

Jerry Cotton

Roland Tichy zu Chemnitz: ‚Im Schnitt gibt es jeden Tag einen Asylbewerber, der eines Mordes oder Totschlags verdächtigt wird. Diese Tatsache wird verschwiegen, der Protest dagegen denunziert, die Bevölkerung verleumdet. … An Ort und Stelle waren die Reporter der lokalen Freien Presse. Die Kollegen haben keine Hetzjagden beobachtet, keine Neonazis, die Ausländer jagen, auch der Polizeibericht weiß dazu nichts zu berichten. Es wird von vereinzelten Schlägereien zwischen linken und rechten Gruppen berichtet.‘: https://bit.ly/2PTLmcP

… und nun? Herr Hirsch?

    Henning Hirsch

    Herr Cotton, sind Sie mir eigentlich aus dem AfD-Hauptquartier zugeschaltet? So oft, wie Sie meine Beiträge kommentieren, wirkt das ja schon wie eine professionelle Tätigkeit

      Jerry Cotton

      … Herr Hirsch, obwohl Ihre Frage o.t., nein, ich bin Ihnen nicht aus dem ‚AfD-Hauptquartier‘ zugeschaltet.

      Interessieren Sie sich für die Meinungen die der Aufforderung/Bitte, was auch immer, wie sie weiter oben geschrieben steht – Schreibe einen Kommentar – nachkommen oder interessieren Sie sich für die Menschen die Meinungen, besonders wenn diese nicht den Ihren entsprechen, vertreten? Wenn letzteres – warum? Wüsste übrigens auch nicht ob Roland Tichy AfD-Mitglied ist.

      Ist eine demokratische Wahl für Sie ein Problem? https://bit.ly/2LJYWvU

        Fred Groeger

        @“Jerry Cotton“, es steht aber nirgends:

        „Wenn Du ein komplett verwirrter, rechtsradikaler und rassistischer Troll mit einem Groschenromancharakter als Pseudonym bist, hinterlasse bitte einen Kommentar.“

        Du bist gar nicht angesprochen, hier zu kommentieren. Du kommentierst ja auch fast immer komplett am Thema einer Kolumne vorbei.

          Phil Decker

          … sogar F.G., ein Ex-OGefr d. Panzergrenadiere, darf (s)eine Meinung haben. Hattest du nicht letztens erst geschrieben, es gäbe kein Rassismus? Was machst du eigentlich, nach der sich abzeichnenden politischen Wende? Latrinen putzen?

          Jerry Cotton

          … werter Phil, der F.G. braucht den Beifall, wie der Sozialismus den Claqueur. Lass in toben.

          Fred Groeger

          @“Phil Decker“ alias „Jerry Cotton“,

          ich habe nirgends geschrieben, dass es keinen Rassismus gibt, ich habe geschrieben, dass es biologisch, wissenschaftlich KEINE „Menschenrassen“ gibt.

          Das hindert allerdings dumme Menschen nicht, Rassisten zu sein und wegen äußerlicher Merkmale oder beknacktem „Abstammungsdenken“ an Rassismus zu glauben.

          Und den Schwachsinn, hier wieder mit zwei Accounts zu schreiben und wie ein Idiot trotzdem exakt im gleichen Stil zu schreiben, outet dich schon wieder als Trottel:

          Phil Decker: „… sogar F.G.“

          Jerry Cotton: „… werter Phil, der F.G.“

          Meinst du, dass es nicht auffällt, wenn du mit beiden Profilen Sätze mit „Punkt, Punkt, Punkt, Plenk“ beginnst?

          Bist du so dumm, Jerry Cotton alias Phil Decker?

          Jerry Cotton

          … siehst ‚d, F.G., es gibt keine Rassen beim Menschen. Daher kann es auch keinen Rassismus geben.

          Es mag Figuren geben die sich rassistischer Terminologie bedienen. Die findest du bei ‚lechten‘ und ‚rinken‘ Sozialisten. Beispiel: ‚Im Osten gibt es gemessen an der Bevölkerung noch immer zu wenig Menschen, die sichtbar Minderheiten angehören, die zum Beispiel schwarz sind‘, Annetta Kahane.

          Oder wenn du ‚Afrikaner‘ adoptieren möchtest, damit ich tot umkippe oder du Schweizer ausweisen willst, denen ich ein angepasstes Kindergeld zugestehe.

          Fred Groeger

          @Jerry Cotton,

          Bei den Schweizern geht es um die Staatsbürgerschaft.

          Bei dem Kindergeld ging es auch tatsächlich nur um dein rechtliches Unverständnis, dass die EU-Richtlinien zur Gleichbehandlung von Arbeitnehmern gar nicht zulassen, dass Rumänen oder Bulgaren oder Dänen und Schweden jeweils unterschiedlich behandelt werden, wenn sie hier arbeiten, Steuern zahlen und Kindergeld über das Gesetz bekommen.

          Also lenke nicht wieder mit deinem eigenen Schwachsinn ab.

          Dass ich aber hoffe, dass du einfach bald vor Entsetzen tot umfällst, weil die Phänotypen in der der deutschen Bevölkerung immer stärker variieren, das stimmt.

          Ich darf auch Träume haben, oder?

          Jerry Cotton

          @F.G.

          … na klar, nix ist passiert. Leg dich mal wieder hin!

Rainer Seifert

Ach, ihr Heuchler

stellt doch bitte mal ein Video ein in dem man die von euch erzählten Hetzjagden sieht. Dann revidiere ich auch gerne meine Meinung. Bislang tauchte ein ca. 10 Sekunden langer Film auf, in dem ein etwas fülliger Mann einem anderen hinterher rennt. Motiv nicht erkennbar. Offensichtlich gelang es nicht, den Flüchtenden einzuholen.

Unter Hetzjagd verstehe ich, dass mehrere Verfolger einem potentiellen Opfer folgen und ihm anschließend Schmerzen zufügen. Da aber ARD sowie ZDF anscheinend nicht über aussagekräftiges Material verfügen, darf man, zumindest bis das Gegenteil bewiesen werden kann, davon ausgehen, dass so schlimme Dinge auch nicht stattfanden. Oder möchte mir irgendwer etwa Glauben machen, dies wäre unter den heutigen Gegebenheiten nicht dokumentiert worden?

So etwas kann man allerdings reihenweise im Netz sehen. Nur sind die Opfer dann offensichtlich Einheimische, die Täter erkennbar Nachgeborene von Zuwanderern oder “Schutzsuchende”. Es wird ein einzelnes Opfer feige aus einer Gruppe heraus getreten, geschlagen, bespuckt. Liegt der bedauernswerte Mensch am Boden, sind die abscheulichen kriminellen Taten damit keineswegs beendet, sondern es wird weiter in den gesamten Körper, sogar gegen den Kopf, getreten. Kein Problem für viele linke Spinner, das Opfer ist ja kein “Schutzsuchender” sondern nur eine Kartoffel aus der “Köterrasse”. Womöglich noch jemand, der, da noch mit klarem Denkvermögen ausgestattet, nicht die grenzenlose Invasion freudig begrüßt.

Die Anzahl im Netz befindlicher Videos, wo “Schutzsuchende” in Europa mit Stühlen, Eisenstangen, Holzknüppeln und allem was nicht niet- und nagelfest ist, auf Menschen und Gegenstände einschlagen, sollte auch für den Linksstaat Verteidigende kaum unübersehbar sein. Selbst Polizisten und Polizeiautos sind davon nicht ausgenommen! Genau das sind die Szenen, aus denen solche Kriminellen erkennen, dass der Rechtsstaat kaum eine Gefahr für sie darstellt. In ihrer Heimat würden sie solche Taten wohl vorher sehr gut überlegen. Würden Europäer so in deren Heimat handeln, würde ich nicht auf eine unversehrte Rückkehr der Täter hoffen. Klar, das sind alles bedauerliche Einzelfälle psychisch gestörter und traumatisierter Opfer.

Nun stellen wir uns doch mal das schier Unvorstellbare vor. Bei einer Demo rechter Gruppen würden einzelne Asylanten eingekesselt und das selbe geschähe mit ihnen, was schon länger hier Lebende bereits des öfteren erdulden mussten. Sieht man die Heftigkeit der Tritte und Schläge, so muss man bleibende Schäden des Opfers befürchten, wenn nicht sogar deren Tod.

Ein Aufschrei und eine Welle der Empörung würde – völlig zu Recht – um die halbe Welt gehen. Unsere “Experten” gegen Rechtsextremismus (gibt es auch welche gegen jeglichen Extremismus? Auf Linksextremismus spezialisierte, die dann auch öffentlich in Erscheinung treten dürfen, hofft man ja schon lange nicht mehr, so es überhaupt welche gibt.) würden den Notstand im Staat herbeirufen und die Reihe der Veranstaltungen ehrbarer Bürger gegen Rechts einschließlich kilometerlanger Lichterketten und Gedenkgottesdienste nähme so schnell kein Ende.

Der eine Blödmann, der mit ausgestrecktem Arm im TV zu sehen war, sollte, da recht gut erkennbar, ausfindig gemacht werden und bestraft werden können. Dann wird sich auch zeigen, welcher Szene er zugehört. Ähnliche Provokationen aus der linken Ecke gab es nämlich auch schon, was sogar zu Hakenkreuz Schmierereien führte. Naja, es war für einen “guten Zweck”.

Wie gut für die linke Szene, dass die mannigfaltigen Funde zur Sprengsoffherstellung bei einem Linksaktivisten, bislang keiner geplanten Tat zugeordnet werden konnten. Wer will denn auch nicht mal so richtig fröhlich Silvester feiern, wenn wegen der Taten eines Teils unserer „Schutzsuchenden“ Papis und Mamis von Polizistenfamilien gerne Überstunden schieben?

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