Gendern: Notwendig oder elitäre Haarspalterei?

»Der Doppelpunkt wird das Rennen machen, und das ist auch gut so«, sagt eine Bekannte, die sich beruflich viel mit unserer Sprache beschäftigt.
»Warum ist das gut?«, frage ich.
»Weil der Doppelpunkt den Lesefluss weniger stört als der Stern.«,
»Noch weniger würde es den Lesefluss stören, wenn alles so bleibt, wie es ist«, sage ich.
»Du stehst den dringend notwendigen Modernisierungsmaßnahmen unserer Sprache also ablehnend gegenüber?«
»Modernisierungsmaßnahmen sind es; aber ob sie tatsächlich dringend notwendig sind, bezweifele ich.«
»Du bezweifelst, dass Frauen aufgrund des generischen Maskulinums diskriminiert werden
»Ja, das bezweifele ich … was zur Hölle ist ein generisches Maskulinum?«
»Du musst aufpassen, dass du nicht in die Ecke des alten weißen Misogynisten gesteckt wirst«, sagt meine Bekannte, die sich beruflich viel mit unserer Sprache beschäftigt, und legt auf.

Brauchen wir das, oder kann es weg?

Beim Gendern bin ich tatsächlich oft hin und her gerissen, ob wir es wirklich brauchen, oder ob das weg kann. Es liest sich großenteils wie eine schlecht ins Deutsche übersetzte japanische Gebrauchsanleitung und klingt gesprochen, als haben Wissenschaftler eine neue Kunstsprache im Labor entwickelt, die nur von einigen wenigen Auserwählten beherrscht wird.

Während mir Doppelpunkte, Sternchen, Schräg-/ Unterstriche und Binnenversalien in Texten, die ich in gendergerechten Zeitungen und Magazinen überfliege, noch halbwegs egal sind, so lange ich nicht gezwungen werde, selber Doppelpunkte und Sternchen in meinen eigenen Beiträgen zu verwenden, überkommt mich beim Lesen des (angeblich) geschlechtsneutralen Partizips Präsens immer nervöser Schluckauf, der sich erst wieder beruhigt, sobald ich den Text mitsamt seinen verquasten Konstruktionen zur Seite lege und mir schnellstmöglich was traditionell Geschriebenes von Bukowski reinziehe. Gegen Neuerungen wie Studierende, Mitarbeitende oder Dienstleistende kann man ohnehin nichts mehr tun. Die haben sich mittlerweile etabliert. Auch wenn diese Formulierungen sprachlicher Nonsens sind, denn ein Studierender ist mitnichten dasselbe wie ein früherer Student und nicht jeder Mitarbeitende arbeitet in diesem Moment aktiv mit – was das Partizip ja eigentlich zum Ausdruck bringen möchte –, sondern chillt gerade zu Hause auf dem Sofa; jedoch – geschenkt. Von Studierenden, Mitarbeitenden & Dienstleistenden wird unsere Sprache nicht untergehen. Sie hat auch schon anderen Unfug à la Handy, Information Point und Onboarding absorbiert und überlebt.

Wovor mir jedoch regelrecht graut, ist die Intention der Hardcore-Genderisten, die Bastion Generisches Maskulinum komplett zu schleifen. Herauskommen werden Sachen wie: Gästin, PersonIn, Patient:innenanwalt:wältin, Herr Doktorin, Textschaffende, Balltretende, Speerwerfende oder Kardinal:in & PäpstIn. Und hier muss deshalb die grundlegende Frage erlaubt sein: Wozu soll die ganze Genderei gut sein bzw. was wird durch den Einsatz hässlicher Doppelpunkte und falscher Partizipien überhaupt bezweckt?

Uralte sprachliche Ungerechtigkeiten werden endlich beseitigt?

Wann das Generische Maskulinum Einzug in den mitteleuropäischen Sprachraum hielt, weiß heute niemand mehr so ganz genau. Vielleicht mit Luther, vielleicht mit den Mönchen in ihren frühmittelalterlichen klösterlichen Studierstuben, eventuell sind es Nachwirkungen der Völkerwanderung oder die Germanen/Kelten/Skythen waren schuld. Vermutlich ist diese Ungerechtigkeit aber noch wesentlich älteren Ursprungs und wurde um 3000 vuZ von den sogenannten Kurgan-Leuten eingeschleppt, die uns damals nicht nur das Pferd, sondern ebenfalls ihr männlich dominiertes Pantheon und das Patriarchat aus der südrussischen Steppe mitbrachten. Vorbei war’s mit der Großen Erdmutter, der Venus von Milo und der Frauenherrschaft. Ab sofort übernahmen im Jenseits Zeus/Jupiter/Wotan/Odin, im Diesseits herrschten anstatt weiser und gütiger Priesterinnen fortan Kriegerfürsten & Könige und zu Hause in der verrußten Bretterbude war jetzt der Pater familias das unumstrittene Oberhaupt des Jungsteinzeit-Clans. 5 Jahrtausende sind viel Zeit, um einer Sprache einen männlichen Stempel aufzudrücken.

Das ist zum einen hochgradig ungerecht und zum anderen wird es nach 5000 Jahren allerhöchste Eisenbahn, das wieder umzukehren, sagen Sie? Ungerecht ist es, da stimme ich Ihnen zu. Aber hochgradig? Bei hochgradig ungerecht fallen mir echt andere Sachen ein als männliche Berufsbezeichnungen. Und DRINGEND? Wir wollen also in einer linguistischen Gewaltaktion sämtliche generischen Maskulina (das Deutsche kennt rund 10.000) entweder ausmerzen oder in falsche Partizipien transformieren -> Warum?

Weil:
(a) Frauen dann endlich gleich behandelt werden?
(b) wir uns alle besser fühlen?
(c) hin und wieder eben was modernisiert werden muss? Wer fragt da schon kleinlich nach der Notwendigkeit?

Sprachkosmetik ohne konkrete Folgen

(a) trifft erwiesenermaßen nicht zu. Rückkehr nach Mutterschutz & Elternzeit in den Beruf ohne Karrierenachteile befürchten zu müssen, Teilzeitangebote, flächendeckende Kita-Versorgung, Frauenquote für Führungspositionen, verpflichtend gleiche Bezahlung für gleiche Tätigkeiten bringen deutlich mehr. Wir werden keine einzige Ministerin zusätzlich bekommen, wenn wir den Minister in Ministrierende umbenennen. Keine Abteilungsleiterin on top, obwohl wir sie jetzt doch als Abteilungsleitende bezeichnen. Das ist bloß schlecht aufgetragenes Sprach-Make-up, das beim Reden noch schneller abbröckelt als beim Schreiben. Es läuft also stark auf (b) hinaus: Wir wollen uns durch korrekte Wortwahl besser fühlen. Jedoch billig besser fühlen, denn konkret gemacht haben wir ja nichts für den Aufstieg der Frauen im Berufsleben. Das ist wie mit den Bildchen in Facebook: ‚Je suis Charlie‘, ‚Stay home“ oder ‚Solidarität mit XY‘ = reine Lippenbekenntnisse.

Man könnte Doppelpunkt und (falsches) Partizip als Marotte einer selbst ernannten Sprach-Avantgarde abtun, die uns Normalbürger – die wir weiter, „Ich geh zum Bäcker Brötchen holen“, sagen, auch wenn der Bäcker eine Bäckerin ist (denn das generische Maskulinum umfasst als abstrakte Idee ja ebenfalls das zweite Geschlecht und mittlerweile auch noch die Transgender-Bäcker) – nicht großartig zu berühren braucht, falls dabei nicht zwei konkrete Gefahren drohten:

(1) Wir geben denjenigen, die nicht freudig mitmachen (sei es aus Unwissenheit, Unfähigkeit oder aus sprachästhetischen Gründen heraus) das Gefühl, etwas Schlechtes zu tun, wenn sie nicht doppel:punkten, mit Sternen um sich werfen oder ihren Sohn traditionell als Schüler anstatt Zu-Beschulenden bezeichnen. Ist derselbe Elite-Dünkel wie ‚Ich kauf mein Fleisch beim Biometzger; du jedoch holst dir dein mariniertes Schweinesteak aus der Kühltruhe beim Lidl. Ist dir klar, wie sehr DEIN Schwein vorher leiden musste?‘ Oder: ‚Unsere Familie ist mit sämtlichen 4 Autos auf E-Mobilität umgestiegen. Du aber fährst nach wie vor deinen stinkenden Benziner (noch schlimmer: deinen Giftstoffe ausstoßenden Diesel)‘. Wobei ich persönlich sowohl den Umbau unserer Mobilität als auch die Eindämmung der Massentierhaltung weitaus wichtiger finde als die korrekte Platzierung der Binnenversalie.

(2) Wir schaffen damit ein massives Integrationshemmnis: Unsere Sprache ist unbestreitbar schwer zu erlernen. Ich zolle jedem Ausländer (korrekt = Mensch:in mit Migrationshintergrund), der nach ein paar Jahren Deutsch spricht und schreibt, höchsten Respekt. Und jetzt sollen Syrer, Nigerianer und Vietnamesen (alternativ: Kasachen, Usbeken und Weißrussen) zusätzlich auch noch fehlerfrei Doppelpunkte und (falsche) Partizipien beherrschen, bevor sie das Zertifikat B1 ausgehändigt bekommen? Das wird die Quote der erfolgreichen Lehrgangsteilnehmenden ganz sicher halbieren. In der Folge weniger Jobangebote für z.B. Flüchtlinge (was nicht dasselbe wie Flüchtende ist), weniger Aufenthaltstitel, mehr Abschiebungen = Aufnahmestopp durch die gender-sprachliche Hintertür.

Es kann eher weg

Wenn wir die Pros & Cons des Genderns nüchtern abwägen, erkenne ich außer des Beweggrunds, sich durch die hypersensible Wortwahl womöglich etwas besser als sonst zu fühlen, keinerlei Vorteil, für den es sich lohnt, unsere schöne Sprache einer derartigen Radikalkur zu unterziehen. Die o.g. Bäckerin wird nicht 1 Dinkelvollkornbrötchen mehr verkaufen, bloß weil wir sie jetzt Bäcker:in schreiben und in Backschaffende umtaufen. Um auf meine Ausgangsfrage „Brauchen wir das, oder kann es weg?“ zurückzukommen –> m.E. kann es eher weg. Die Doppelpunkte – und noch weniger die falschen Partizipien – benötigt kein Mensch. Wobei mir klar ist, dass der Gender-Zug rollt und vermutlich nicht mehr zu stoppen ist. So sehr Realist bin ich bei allem Generisches-Maskulinum-Traditionalismus dann doch. Ob’s mir gefällt, dass wir unsere Muttersprache ohne Not verhunzen, steht auf einem anderen Blatt.

PS. Ob mir bewusst ist, dass ich ein alter weißer, misogyner Mann bin? Ja, ist mir bewusst. Bei misogyn streite ich mich allerdings noch mit meiner Psycholog:in, wie stark das bei mir vorliegt.

PPS. Wir könnten überlegen, die deutsche Sprache von ihren ungerechten Artikeln „der“ und „die“ zu befreien und ab sofort nur noch das neutrale Genus verwenden:

– Das Kanzler
– Das Astronaut
– Das Geschäftsführer
&
– Das Kosmetikerin
– Das Prostituierte
– Das Kindergärtnerin.

Kommentare

17 Kommentare zu „Gendern: Notwendig oder elitäre Haarspalterei?“

  1. Avatar von Carsten R. Hoenig

    @PPS:
    Siehe „EntGendern nach Phettberg“:
    https://www.researchgate.net/publication/343974830_Entgendern_nach_Phettberg_im_Uberblick

    Das Kanzly
    Das Astronauty
    Das Geschäftsführy
    &
    Das Kosmetiky
    Das Prostituierty
    Das Kindergärtnery

    😉
    Hört sich viel lustiger an.

    1. Avatar von Doret
      Doret

      …da ist die Y-Lösung direkt ein Genuss. Obwohl, wenn ich so darüber nachdenke ist Y genetisch mit dem männlichen Gen besetzt, das weibliche wäre X 😉

      also:
      das Kanzlyx
      das Austronautyx

    2. Avatar von K. Wiemers
      K. Wiemers

      … sieht aber scheißerer aus…

  2. Avatar von Uwe Fischer
    Uwe Fischer

    Und aus „Die Kolumnisten“ wird „Die Kolumnistin“. Einfach mal einen Ausgleich schaffen.

    Eine*n schöne*n Abend*in noch (geht das so durch?).

  3. Avatar von Mighty Quinn
    Mighty Quinn

    … meno, Hr. Hirsch. Sie können ja richtig gut. Die Genderisierung der Sprache ist die Bücherverbrennung im 21. Jahrhundert. ‚Wir‘ wissen was danach kommt … doch, doch, das ist ein Vergleich der nicht ‚mal hinkt.

    1. Avatar von Bernd Seiler
      Bernd Seiler

      Man muss das Gendern nicht in jeder Ausprägung begrüßen, aber dieser Vergleich hinkt nicht – er ist vollkommen unhistorisch und unterirdisch. Und was danach kam … Mighty Quinn wollte hier offenbar die größtmöglich Keule auspacken, um sein/ihr Unbehagen auszudrücken.
      Bei der Bücherverbrennung ging es darum, Gedanken und Haltungen auszumerzen, und manchmal auch Autor:innen wegen Ihrer Abstammung zu vernichten. Das nur zur Erinnerung. Ein Argument für den Vergleich habe ich nicht gelesen.

      1. Avatar von Mighty Quinn
        Mighty Quinn

        … mit ‚unhistorisch und unterirdisch‘ kann ich nix anfangen. Mit der Bücherverbrennung begann die systematische Verfolgung Andersdenkender.

        Ihnen, werter B.S., scheint entgangen zu sein, das an ‚BRD‘-Universitäten ‚gendern‘, als angeblich ‚geschlechtergerechte Sprache‘, bereits als ein Kriterium bei der Bewertung von Prüfungsleistungen herangezogen wird.

        Gleichstellung der Geschlechter, welch eine Beleidigung für das jeweils andere Geschlecht – was für ein Firlefanz.

  4. Avatar von Manfred Gehann
    Manfred Gehann

    Allzuleicht verfallen die maßgeblichen Leute, die über der deutschen Sprache wachen und sie bereichern sollten, statt zu verhunzen (zu lassen), in einen fatalen Trendgehorsam, statt sich zur Wehr zu setzten! Oder sitzen jetzt auch dort n den Schaltstellen nur noch Duckmäuser und Speichellecker der radikalen Weltverbesserer?

  5. Avatar von Juergen Jansen
    Juergen Jansen

    „Wann das Generische Maskulinum Einzug in den mitteleuropäischen Sprachraum hielt, weiß heute niemand mehr so ganz genau.“

    Doch, es gibt dazu Erkenntnisse:
    https://www.belleslettres.eu/content/deklination/genus-gendersprech.php

    Das generische Masklinum ist auch nicht „ungerecht“, wie Sie der gegenseite zugestehen. Masklinum ist NICHT männlich sondern der Standard-Genus. Das Femininum dagegn war der letzte Genus, der sich aus dem Neutrum entwickelte – und der in den Skandinavischen Sprachen gerade wieder verschwindet. Im Schwedischen sind bereits ALLE personalen Nomen maskulin. Das hat den Frauen dort nicht geschadet, warum auch?

  6. Avatar von Torsten Pauleit
    Torsten Pauleit

    Hallo Herr Hirsch,
    folgendes zu Ihrem lustigen Text:

    A. ) …und wenn wir gendern wird die Bäcker:in auch kein Brötchen weniger verkaufen, oder ? Ich verstehe Ihr
    Argument nicht.
    B. ) Plusquamperfekt, Futur I und II, Präteritumformen, Präsens etc… schon mal gehört ?
    Nun stellen Sie sich mal vor, wie bei denen die diese Grammatik beherrschen (i.d.R Germanisten, aber nicht nur)
    jedes mal die Ohren schmerzen müssten, wenn sie bei Unterhaltungen als Unbeteiligte zuhören würden.
    Mit Sicherheit tauchen da nicht selten grammatikalische Fehler auf.
    Und wen wird das besonders stören ? Niemanden (außer vielleicht diejenigen, die ich oben erwähnt habe).
    C. ) Vielleicht sollten wir es auch umgekehrt machen… z.B. bei der Anrede, statt …Sehr geehrter Herr Hirsch und Frau
    Maier, nur … Sehr geehrte Henning Hirsch und Petra Maier ? (Vornamen sind in der Regel bekannt oder können
    erfragt werden).
    Oder statt Herr und Frau Meier, nur… Hallo Meier(s), oder kurz… „Hallo“ / “ Schönen guten Tag“ etc.
    Ich bin mir sicher, in Bezug auf meine Geschlechtsgenossen, würden viele „durchdrehen“….

    Fazit: als FC-Fans könnten wir uns ja dahin gehend einigen, dass eine totale Verhunzung unser Sprache grundsätzlich verrückt ist,
    aber Doppelpunkt oder ähnliches ist leicht zu verkraften; nur eben ungewöhnlich und es braucht Übung, Übung, Übung !
    (UND …schließlich haben Sie in Ihrem Kurzprofil oben auch etwas verhunzt 😉 Sie schreiben – FC-Fan und nicht Fan des
    1. Fußball-Clubs Köln GmbH & Co. KGaA )

    Bleiben Sie gesund !

  7. Avatar von dpm
    dpm

    Die erfolgreiche Gängelung ist offenbar wie ein Orgasmus für die „besseren Menschen“ die sich allerorten als überheblichen Folterknechte (+? -innen?) hervortun.
    Sie heißen nicht mehr Blockwart, aber sie sind vom gleichen Charakter.
    „Leben und leben lassen!“ steht nicht in ihrem Kodex. Sie sind schlimmer als gewöhnliche Spießer.
    Sie sind Jakbiner, Scharfmacher und Scharfrichter.

  8. Avatar von Peter Skop
    Peter Skop

    Alles auf das neutrale „das“ umzustellen, ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Bis in die letzte sprachliche Konsequenz habe ich es aber noch nicht durchdacht. Alles auf „das“ wäre zwar auch ein fürchterlicher Kraftakt, aber vielleicht hätte die liebe Seele dann Ruh‘.

  9. Avatar von Jürgen Petry
    Jürgen Petry

    Radiosender, die gendern, schalte ich zB nicht mehr ein. Und teile es denen mit.

  10. Avatar von Martin
    Martin

    So ist es. Dem ist nichts hinzuzufügen

  11. Avatar von Martin
    Martin

    So ist es. Schade, daß die Menschheit immer dümmer wird. Für Respekt, Gleichbehandlung und Toleranz braucht man dieses Gendern nicht, niemals. Unsere großen Dichterfürsten drehen sich im Grabe!!
    Dem ist nichts hinzuzufügen.

  12. Avatar von drj
    drj

    Der wichtigste Punkt, weshalb das Gendern so wichtig ist, fehlt leider gänzlich in diesem Beitrag: Es lenkt Aufmerksamkeit auf das Thema. Das Gender-Gap ist real und auch heute sitzen noch mehr als 90 % Männer in deutschen Unternehmensvorständen. Was die Gleichbehandlung angeht ist Deutschland ein Entwicklungsland. (Achtung: Gleichbehandlung, nicht Gleichberechtigung, denn rein rechtlich gesehen könnten wir ebenbürtig leben)

    Was das Gendern also schafft: Die Ungleichbehandlung auf nahezu jeden Blog zu bringen – und das ist leider immer noch nötig.

    Statt jedoch nur über das Gendern zu reden, wäre doch mal ein Beitrag über die Problematik dahinter wesentlich konstruktiver, auch wenn es nicht ganz so viele Klicks geben wird. 😉

    Also: Ich freue mich auf einen Beitrag, der sachlich und mit Verstand die Gründe des Genderns diskutiert und nicht nur das Symptom kritisiert. Das wäre mal progressiv.

    Grüße!

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