Schlagwort: Asterix

  • Der neue Asterix: Gelingt Fabcaro die qualitative Kehrtwende?

    Der neue Asterix: Gelingt Fabcaro die qualitative Kehrtwende?

    Es gibt ein paar Sachen, die einen Boomer vom Tag der Geburt bis zur Stunde seines Todes begleiten. Dazu gehören Coca Cola, Nutella, der Sportteil der BILD (in meinem Fall wäre das der Kölner Express), die 20h-Tagesschau, Star Wars (ja ja, ich weiß, das kam erst ein paar Jahre nach meiner Geburt ins Kino), James Bond und die Geschichten von einem kleinen, unbeugsamen gallischen Dorf, in dem schrullige Charaktere wie Asterix und Obelix leben. Diese Dinge sind irgendwie unkaputtbar und das ist tröstlich, denn als Boomer spürt man (ich) mittlerweile schon, wie der Zahn der Zeit unbarmherzig an einem nagt. Mit einem (alten) Asterix auf den Knien friedlich einschlafen – das wäre nicht die schlechteste Art und Weise, um den Planeten (und Facebook) zu verlassen.

    Asterix hieß anfangs Siggi

    Asterix ist sogar noch älter als ich: Die erste Erzählung („Der Gallier“) erschien 1959 in der Jugendzeitschrift Pilote (Dargaud). Damals noch als Fortsetzungsstory, also häppchenweise. In der uns bekannten Album-Form kam Asterix in den späten 60-ern auf den Markt. In Deutschland anfangs in anderer Reihenfolge als in Frankreich, weshalb bei uns „Kleopatra“ als Nr. 2 firmiert, während sie im Original an 6ster Stelle rangiert. Ab Nummer 8 „Bei den Briten“ stimmen dann deutsche und französische Chronologie überein. Der Time lag bis zur Übersetzung betrug in der Anfangszeit 5, in den 70-ern 2 bis 3 Jahre. Ab den 80-ern landeten frz. und deutsche Version nahezu zeitgleich in den Verkaufsregalen. In Deutschland druckte als Erster Rolf Kauka „Asterix“ in seinen Fix & Foxi-Heften ab. Er taufte dafür die beiden Helden in Siggi & Babarras um und übersetzte das Original teilweise SEHR frei ins Deutsche, was ihm Ärger mit Dargaud einbrachte und schließlich zum Lizenzentzug führte. 1967 übernahm dann der Stuttgarter Verlag Ehapa, der die jeweiligen Geschichten als Ganzes in Alben zusammenfasste und nun die korrekten Namen Asterix & Obelix verwendete.

    2 Epochen

    Wir unterscheiden in 2 Epochen:
    (I) Die Texte stammen von Goscinny (1959-1979)
    (II) Andere Autoren versuchen es: hier kann man nochmal differenzieren in: Uderzo, Jean-Yves Ferri und Fabrice Caro aka Fabcaro (1980 bis heute).

    Der letzte Band, an dem Goscinny vor seinem viel zu frühen Tod mitwirkte, war „Bei den Belgiern“, lfd. Nr. XXIV (= 24). Die bereits 1 Jahr danach erschienene Story „Der große Graben“ stammte zeichnerisch und inhaltlich aus den Federn (er wird vermutlich mehrere dafür benutzt haben) Uderzos. Der praktizierte das – also Zeichnen & Schreiben in Personalunion – bis ins späte Rentenalter, woraus insg. 10 Alben resultierten. Ab 2013 gab’s dann wieder 2 getrennte Aufgabenfelder: Jean-Yves Ferri textete und Didier Conrad produzierte die Bilder. 2022 tauschte man Ferri in Fabcaro aus (Conrad blieb). Mit „Die weiße Iris“ (seit ein paar Tagen erhältlich) sind wir mittlerweile bei Nummer XL angelangt (was 40 – und nicht extra large – bedeutet. Die, die Latein in der Schule hatten, wissen das. Für die anderen schreibe ich es hier nochmal hin = 40).

    Es gilt die Faustformel = die Geschichten, an denen René Goscinny mitgewirkt hat, sind überwiegend witzig und intelligent, danach fällt die textliche Qualität drastisch ab und erreicht zwischenzeitlich Micky-Maus-Niveau. Also: die Bände 1 bis 24 sind ein Muss für Comic-Fans; die Nummern 25-39 braucht man hingegen nicht gelesen zu haben. Selbst mittelmäßige Goscinny-Erzählungen (z.B. „Die große Überfahrt“ und „Obelix GmbH & Co. KG“) sind immer noch um den Faktor 10 Wildschweine amüsanter als alles, was ab Nummer XXV (25) präsentiert wird.

    Das soll jetzt erstmal mit Asterix-Historie reichen. Wer’s genauer wissen will, dem empfehle ich die Kolumne Der partout nicht sterben wollende Gallier, die ich 2019 anlässlich des 60sten Geburtstags des gallischen Nationalhelden schrieb.

    70-er Jahre: fieberhaftes Warten auf die Neuerscheinung

    Wie weiter oben bereits gesagt: als typischer Boomer bin ich mit Asterix (und Coca Cola und Star Wars) groß geworden. Asterix war nicht der erste Comic (meine Eltern nannten die „Witzhefte“), den ich in der Hand hielt. Das waren Donald Duck, Fix & Foxi und Bessy (handelte von einem Jungen und seinem Hund, die jede Woche ein neues Abenteuer zu bestehen hatten). Der kleine Gallier dürfte dazugekommen sein, als ich X (pardon: 10) Jahre alt war, also MCMLXXII (wenn Sie es schaffen, das eigenständig in eine arabische Zahl umzuwandeln, dann schreiben Sie mir gerne. Als Belohnung winkt 1 Gratis-Kolumne). Übrigens ein Jahr, in dem 3 Asterix-Bände kurz hintereinander getaktet in den deutschen Kiosken landeten: Arvernerschild, Olympische Spiele und Kupferkessel (lfd. Nrn. XI, XII, XIII). Alle 3 = Meisterwerke der franko-belgischen Comic-Kunst. Ich war sofort fasziniert und schockverliebt (das zweite Verb habe ich von einem deutschen Fußballtrainer geklaut) und besorgte mir peu à peu die zehn Vorgängeralben. Die kosteten damals 3 Mark Vllt. auch 3 Mark 50. Irgendwo in dieser Preisspanne), was ich mir von meinem Taschengeld leisten konnte. Notfalls mähte ich den Rasen vom Nachbarn und wusch das Auto vom anderen Nachbarn. Auch diese zehn Vorgänger-Bände waren allesamt super; um Nuancen heraus stachen „Kleopatra“ und „Legionär“. Ich mutierte binnen Tagen vom Donald-Duck- zum Asterix-Junkie und erwartete sehnsüchtig Album XIV „In Spanien“. Dieses Fieber – am Tag des Erscheinens bereits um 7h morgens vor dem Kiosk wartend, dass der endlich öffnet – hielt ein paar Jahre an. Ich schätze mal bis „Das Geschenk Cäsars“; danach flaute es allmählich ab und erlosch vollends mit „Der große Graben“. Ich probierte es nochmal mit „Obelix auf Kreuzfahrt“ gefolgt von „Bei den Pikten“ und schrieb vor einigen Jahren eine – nicht allzu wohlwollende – Rezi über „In Italien“. Danach war das Kapitel „Asterix“ für mich eigentlich abgeschlossen. Mein Eindruck, dass eine in den ersten zwanzig Jahren ihres Bestehens gute Serie durch ständige Fortsetzung totgeritten wird, und Goscinny, würde er „Asterix plaudert in der Schule“ im Texter-Himmel in die Hände bekommen, zornentbrannt von seiner Wolke herabsteigt und seinen ehemaligen Kollegen Uderzo mit einem Bleistift ersticht, wurde auch nach dem Wechsel zu Ferri nicht besser. Asterix war auf Disney-Niveau angelangt und diente bloß noch dazu, als Cash Cow gemolken zu werden. Aber weshalb sollte es dem Gallier da anders ergehen als Star Wars? Ich persönlich war mit Asterix durch. Mehr als die 24 Goscinny-Abenteuer hätte es für mich nicht geben müssen.

    Als die Legionäre müde wurden, und den Generälen die Ideen ausgingen

    Neugierig geworden durch positive Beurteilungen von ein paar (Boomer-) Facebook-Bekannten, die, was Comics und Filme angeht, einen ähnlichen Geschmack wie ich aufweisen und die Sachen wie, „bester Asterix seit Jahren“, „echt witzig“, „habe mehrmals laut gelacht“ und „Fabcaro ist der neue Goscinny“ schrieben, fuhr ich gestern kurz entschlossen zum Kiosk und kaufte dort (das letzte) Exemplar Die weiße Iris. Abends setzte ich mich dann aufs Sofa (für Halloween-Partys bin ich mittlerweile zu alt, und aus Horror-Kürbissen mache ich mir eh nicht allzu viel) und las mir die Geschichte durch.

    Die ist schnell erzählt: Julius Cäsar ist besorgt über die lasche Moral seiner Legionäre und ärgert sich weiterhin darüber, dass er das kleine gallische Dorf nicht ins Römische Imperium eingliedern kann. Da Asterix & Co. aufgrund des von Miraculix gebrauten Zaubertranks körperlich unbesiegbar sind, muss eine andere Strategie her. Den versammelten Generälen & Senatoren fällt nichts Gescheites ein, da springt der kaiserliche (ja ja, Cäsar war noch kein offizieller Kaiser. Das war erst Augustus oder gar Tiberius. Aber wollen wir uns an dieser Stelle bitte nicht in Kleinigkeiten verlieren) Hof-Psychologe Visusversus auf und erläutert seinen Plan = Infiltration, Ablenkung, Verwirrung stiften und allmähliche Verweichlichung mit dem Ziel, den Feind von der Vorteilhaftigkeit der freiwilligen Unterwerfung zu überzeugen. Cäsar willigt mangels erfolgversprechender Alternativen zähneknirschend ein, Visusversus reist ab Richtung Armorica (der Teil Galliens, wo Asterix & Obelix leben), stellt sich im Lager Babaorum (das zweite Lager von links gesehen, wenn man sich dem Dorf von Süden nähert) vor und macht sich sofort ans (Verwirrungs-) Werk. Mehr soll nicht verraten werden, sonst heißt es noch, ich würde spoilern.

    Ganz neu ist die Story nicht

    Ja, Fabcaro gelingt ein (kleiner) qualitativer Quantensprung im Vergleich zu Uderzo und Ferri. Die Geschichte liest sich streckenweise wirklich witzig. Wenngleich die Story streng genommen ein Remake darstellt. Boomer erkennen darin unschwer Anleihen aus „Streit um Asterix“ (Bd. XV) und „Die Trabantenstadt“ (Nr. XVII). Visusversus ist nichts anderes als die akademische Version von Tullius Destructivus, der bereits vor 50 Jahren (unsere Zeitrechnung, nicht die von Asterix) vergeblich versuchte, die Dorfbewohner mittels Falschinformationen zu entzweien und so ihre Kampfunfähigkeit zu bewirken. In Trabantenstadt stand dann die Heranführung an die (römische) Zivilisation (-> Verweichlichung) im Vordergrund. In beiden Fällen erwiesen sich die Gallier (also die, die im kleinen Dorf von Asterix leben) als zwar zeitweilig verführbar, aber letzten Endes doch wertkonservativ (ein anderes Wort fällt mir auf die Schnelle für diesen beharrenden Charakterzug nicht ein) und resistent gegen die vielfältigen Verlockungen des Weltreichs. „Die weiße Iris“ knüpft nahtlos an diese zwei Vorläufergeschichten an und ist inhaltlich mehr ein Aufguss als was Neues.

    Fabcaro hält uns den Spiegel vor: Soldaten, die nicht mehr kämpfen, sondern diskutieren wollen, Psychologen, die uns mit Kalenderweisheiten beglücken, Sensible (Sensitive?), die jedes Wort 3x prüfen, bevor sie es aussprechen, damit niemand durch Unbedachtes erschrickt, verbale Verrenkungen, um Minderheiten korrekt zu adressieren, Quacksalber, die neue Ernährungsmethoden propagieren, künstlerische Avantgarde, die die intellektuelle Deutungshoheit für sich beansprucht und mittendrin im 24/7 um sich selbst kreißenden Pariser (pardon: Lutetia) Rummel unsere 2 bodenständigen Gallier Asterix & Obelix (plus der dieses Mal schwermütige Majestix). Am Ende, so viel sei dann doch noch gespoilert, verliert mal wieder Cäsar, Visusversus wird auf eine Galeere geschickt (nettes Wiedersehen mit den Piraten), und die Dorfbewohner feiern ein ausgelassenes Fest (klar, Troubadix geknebelt und an einen Baum gefesselt) -> ist mitunter echt lustig, aber leider ebenfalls keine neue Idee: Ähnliches kennt man bereits aus „Der Kupferkessel“. Auch da wurden Zeitgeist-Kapriolen (der frühen 70-er Jahre) aufs Korn genommen.

    Goscinny bleibt unerreicht

    Ich tue mich ein bisschen schwer, „Die weiße Iris“ abschließend zu beurteilen. Versuchen tue ich es natürlich dennoch:
     ja, ist besser als alles, was seit „Der große Graben“ erschienen ist
     erreicht aber nicht das Niveau der guten Goscinny-Geschichten
     für mich eher Remake/Aufguss als was Neues
     mit den Kalendersprüchen wird es für meinen Geschmack etwas übertrieben.

    Von mir gibt’s dafür 7 Punkte (z.Vgl. „Kleopatra“ = 10, „Trabantenstadt“ = 9, „Die Odyssee“ = 3, „In Italien“ = 4).

    Und ansonsten sage ich das, was ich bei Endlos-Serien (Star Wars, James Bond, 2 & half men, Shameless) immer sage: Kommt irgendwann zum definitiven Finale! Lasst den Helden sterben oder auf einem Pferd in die Prärie reiten oder mit einem Mikro-Raumtransporter in eine weit entfernte Galaxie entschwinden, oder was auch immer sonst als Schlusssequenz denkbar ist. Aber hängt nicht immer wieder eine weitere Folge dran. Denn erfahrungsgemäß wird es, sobald der Zenit erreicht ist (das war bei Asterix = „Bei den Olympischen Spielen“, Bd. XII), schwer, das hohe Niveau zu halten. Bereits die späten Goscinny-Stories (Nrn. XIII bis XXIV) fielen im Vergleich zu den Vorgängern qualitativ ab und spätestens mit „Bei den Belgiern“ war die Erzählung an ihr Ende gelangt. Danach folgte nur noch inhaltliche Trivial-Ware. Den hohen Standard der Alben 1 bis 24 (oder gar 1 bis 12) wird auch Fabcaro nicht wiederherstellen können.

  • Der partout nicht sterben wollende Gallier – zum 60sten einer Comic-Ikone

    Der partout nicht sterben wollende Gallier – zum 60sten einer Comic-Ikone

    Asterix wird 60, obwohl er bereits mit 18 hätte sterben müssen.

    Aber der Reihe nach: im Herbst 1959 taten sich Autor René Goscinny und Zeichner Albert Uderzo zusammen und schufen eine der bis auf den heutigen Tag erfolgreichsten Comicfiguren weltweit: den kleinen, pfiffigen, und – sobald er Zaubertrank intus hatte – ein paar Stunden lang unbesiegbaren Gallier Asterix. Gemeinsam mit Kumpel Obelix frönt er exakt zwei Hobbies: Wildschweine jagen und Römer verprügeln. Beim Kuss einer schönen Frau – Falballa oder Kleopatra – wird er kurz schwach und erfüllt der Dame im Anschluss jeden Wunsch. Im Gegensatz zu Obelix käme er jedoch nie auf die Idee, sich länger als maximal eine Stunde zu verlieben. Er ahnt die auf die rosarote Phase folgende Gefahr der lebenslangen Unfreiheit voraus, hat um sich herum genügend Maulhelden à la Majestix, Automatix, Methusalix und Fischverleihnix versammelt, die zu Hause bei ihren dominanten Frauen Nullkommanix zu melden haben, und ihm so als täglich abschreckende Beispiele für die Fesseln des Ehelebens dienen, ist deshalb schlau genug, notorischer Single zu bleiben und bevorzugt sowieso Herrenabende mit dem Druiden Miraculix und best buddy Obelix. Hin und wieder geht er in geselliger (Männer-) Runde ein paar Cervisia heben. Aufgrund des nie zu sättigenden Expansionshungers Cäsars, der nicht ruht, bevor er nicht auch noch das letzte freie gallische Dorf unterworfen hat, ist Asterix ohnehin 24/7 damit beschäftigt, sein kleines Gemeinwesen vor den Klauen der stets sprungbereiten Wölfin zu schützen, sodass ihm für Dates und amouröse Abenteuer schlichtweg die Zeit fehlt. Asterix ist Held und Anti-Held in einer Figur, hat mitunter mehr von Donald Duck als von Batman, was den kleinwüchsigen schnauzbärtigen Gallier so sympathisch macht.

    Kongeniales Duo: Goscinny & Uderzo

    Nach einem etwas holprigen Auftakt mit „Asterix der Gallier“, in dem man jedoch schon viele der in den Folgejahren immer wieder auftretenden Charaktere kennenlernt, wirkt der Nachfolger „Die goldene Sichel“ zeichnerisch und textlich schon weitaus reifer. Es folgten: Die Goten, Gladiator, Tour de France, Kleopatra, Kampf der Häuptlinge, Briten, Normannen, Legionär (1). Allesamt Klassiker der franko-belgischen Comic-Kultur. Als Kinder fieberten wir dem Erscheinungsdatum des nächsten Albums entgegen, waren bereit, das Taschengeld eines Monats für die neueste Story zu investieren. Bis hin zu Band 20 (auf Korsika) wurden unsere Erwartungen nie enttäuscht. Danach bröckelte Goscinnys Kunst, eine spannende Geschichte zu erzählen. Der Wortwitz, der die ersten zwanzig Ausgaben ausgezeichnet hatte, wiederholte sich jetzt oft, wurde flacher. Nachdem das Piratenschiff zum 15ten Mal – begleitet vom Zitat „Auri sacra fames (verfluchter Hunger nach Gold)“ versenkt worden war, kannte man Vorgang und Spruch und dachte: Wie wär’s mal zur Abwechslung mit glücklichen Seeräubern? Cäsar, dessen sporadisches Erscheinen den einzelnen Episoden den notwendigen imperialen Glanz verlieh, nutzte sich mit jedem weiteren Auftritt immer mehr ab, sodass Asterix in Folge 22 (Die große Überfahrt) bereits gen Nordamerika in See stechen musste, um mal was grundlegend Neues zu erleben. Trotz allmählich sinkender Qualität blieb die Treue der Fans jedoch unerschütterlich.

    Qualitativer Absturz nach dem Tod des Texters

    Während der Arbeit für Band 24 (bei den Belgiern, 1977) starb Goscinny leider viel zu früh. Die Episode wurde noch zu Ende geführt, im darauf folgenden Jahr veröffentlicht, und man spürte als Leser zum letzten Mal wehmütig den Abschiedshauch des großen Texters. Und spätestens damit hätte man es bewenden lassen sollen. Stattdessen verfiel nun Uderzo auf die Schnapsidee, Storytelling, textliche Feinarbeit und Zeichnungen in Personalunion zu übernehmen, anstatt zumindest einen neuen Autor auszuprobieren. Es geschah, was oft geschieht, wenn der Geist von Bord geht und der Handwerker ohne Architekt weiter werkelt: es kommt Murks heraus. Nummer 25 (Der große Graben) war literarisch gesehen ein großer Reinfall. Die Texte nur noch halb so gut wie zwei Jahre zuvor bei den Belgiern und schon Lichtjahre entfernt von Perlen wie „Olympische Spiele“ und „Streit um Asterix“. Drei Ausgaben später (im Morgenland) hatte die Serie bereits Micky-Maus-Niveau erreicht. Und von diesem textlichen Tiefpunkt hat sich Asterix bis heute nicht erholt. Eine Zeit lang hoffte man als Fan der ersten Stunde noch auf Besserung, schöpfte Hoffnung, als ein frisches Gespann das Kommando übernahm: Jean-Yves Ferri (Text) und Didier Conrad (Illustration). Der erste Band (lfd. Nr. 35) „Bei den Pikten“ des neuen Duos knüpfte allerdings dort an, wo Uderzo mit „Asterix und Obelix feiern Geburtstag“ aufgehört hatte: textliche Ödnis. Fade Story, platte Witze, garniert mit Wiederholungen altbekannter Sequenzen. Zu allem Überdruss zeichnet Conrad auch weniger detailfreudig als Uderzo, sodass Asterix nun ebenfalls bei den Illustrationen auf Walt-Disney-Level schrumpft. Die letzte, vor zwei Jahren im Vorfeld von der Presse stark hochgejubelte Episode „In Italien“ hielt den Erwartungen mal wieder nicht stand, reihte sich nahtlos ein in die seit „Der große Graben“ zum Standard gewordenen Banalitäten und Trivialitäten. Vom in Kürze auf den Markt kommenden Jubiläumsband anlässlich des 60sten Geburtstages „Die Tochter des Vercingetorix“ verspreche ich mir deshalb wenig Erheiterndes. Als Comic-Junkie werde ich das Album trotzdem kaufen, es vermutlich stirnrunzelnd ob all der Plattitüden durchblättern und beim Verstauen in meinem Kellerregal nostalgisch daran denken, was für eine gute Story „Der Arvernerschild“, in der Vercingetorix zum ersten Mal gehuldigt wurde, doch gewesen war. „Alesia? Ich kenne kein Alesia!“

    Werd‘ bitte nicht mehr 70!

    Mit Asterix passiert das, was auch mit Star Wars geschieht: Die Reihe wird zu Schanden geritten bzw. so lange gemolken, bis auch der letzte Euro aus ihr rausgesaugt worden ist. Der leider viel zu frühe Tod Goscinnys hätte das Ende des Projekts bedeuten müssen. Es war, vom qualitativen Standpunkt aus betrachtet, ein kompletter Nonsenseinfall dem, sicher begnadeten, Zeichner Uderzo nun auch noch die Textarbeit zu überlassen. Vom abrupten Sturz in den Großen Graben hat sich die Serie nie mehr erholt. Wäre Asterix gemeinsam mit Goscinny gestorben, hätte es ihn zwar bereits mit 18 erwischt, aber er wäre ruhmreich auf seinem literarischen Höhepunkt abgetreten. So bleibt zum 60sten nicht viel mehr – in Abwandlung der Schlussszene – zu sagen als: „Nein, ihr werdet nicht mehr singen!“ oder: „Macht bitte nicht weiter bis zum 70sten!“ Irgendwann muss Schluss sein mit dem kleinen Dorf, seinen kauzigen Bewohnern, den Wildschweinen und den ständig Prügel beziehenden Römern. Von den immerfort kenternden Piraten ganz zu schweigen.

    Ich schließe mit einem Zitat aus dem Arvernerschild: „Bis repetita non placent! (Wiederholungen gefallen nicht)“ und werde heute Abend in meiner Asterix-Kiste wühlen auf der Suche nach „Kleopatra“. Denn die hatte nicht nur eine hübsche Nase, sondern war ein intelligent gemachter und vergnüglich zu lesender Comic.

    ENDE
    ———-
    (1) Das ist die französische Reihenfolge. In Deutschland, wo Asterix erst 1968 startete, wurden die ersten zehn Alben teils abweichend nummeriert

  • Der ComiXjunkie. Heute: Asterix in Italien

    Der ComiXjunkie. Heute: Asterix in Italien

    Asterix in Italien

    Band XXXVII

    »Wir brauchen dringend Stoff für die bunte Seite«, meinte Heinrich auf der letzten Redaktionskonferenz.
    »Was schwebt dir da vor?«, fragte Ulf.
    »Na, zum Beispiel der neue Asterix. Alle reden drüber. Aber wir haben bisher nichts dazu gebracht. Wer meldet sich freiwillig?«
    Alle blickten nach unten und taten plötzlich sehr beschäftigt mit ihren Notizblöcken und Smartphones. »Henning ist eigentlich unser Mann fürs Triviale«, meldete sich Ulf zu Wort. Ein halbes Dutzend Paar Augen richteten sich nun auf mich.
    »Okay, okay, ich tue es«, willigte ich ein. »Deadline?«
    »Morgen«, sagte Heinrich.
    »War klar«, antwortete ich.

    Wegen Feiertag waren alle Kioske geschlossen, und ich fuhr zur Bonner Bahnhofsbuchhandlung, um mir den Band dort zu besorgen. Prangte mir schon in riesigen Lettern im Schaufenster entgegen: Asterix in Italien. Laufende Nummer 37 der Reihe. Ich setzte mich in ein Café, bestellte einen Cappuccino, begann in den Seiten zu blättern, tauchte ein in die mir seit Kindheit wohlvertrauten bunten Bilder und Sprechblasen, ließ mich hineinziehen in  die immer gleiche Geschichte von Ränke schmiedenden, dekadenten  Römern und anfangs naiven, am Ende aber stets aufgrund der Cleverness von Asterix und der Stärke von Obelix erfolgreichen Gallier, deren kleines Ökodorf den kompletten Gegenentwurf zur durchkommerzialisierten Weltmetropole am Tiber darstellt, seufzte wehmütig, sobald ich eine Reminiszenz an frühere Ausgaben erkannte und legte das Heft eine Stunde und zwei Cappuccini später wieder vor mich auf den Tisch. War Nr. 37 nun eine gelungene Ausgabe oder nicht?

    Was soll man als Kritiker über eine Serie schreiben, die man bereits Mitte der 80er Jahre abgehakt hatte? Beginne ich mit dem Positiven: die Zeichnungen von Didier Conrad erreichen durchgängig die Qualität Uderzos. Auch mit geübtem Auge lassen sich keine Unterschiede erkennen. Haptik wie gewohnt, Preis mit 6.90€ – bei 46 Seiten – fürs Softcover völlig okay. Story gefällig, kann man in einem Rutsch durchlesen. Ich hatt’s mir nach den Tiefpunkten Nr. 30 (A. & Maestria) und Nr. 32 (A. plaudert aus der Schule) deutlich schlimmer vorgestellt.

    Antike Schlaglöcher und eine korrupte Verwaltung

    Worum geht’s in Nr. 37? Der für den Bereich Verkehrswesen im römischen Reich zuständige Senator Lactus Bifidus soll in einem Ausschuss erklären, weshalb sich das Wegenetz im Kernland Italien in desaströsem Zustand befindet. Seine Kollegen bezichtigen ihn der Unterschlagung von Steuergeldern. Um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, schlägt Bifidus die Organisation eines Wagenrennens vor, das von Nord nach Süd  über den gesamten Stiefel führt, um somit der Bevölkerung und dem misstrauischen Senat zu demonstrieren,  dass die Straßen in weit besserem Zustand sind, als seine politischen Gegner böswillig behaupten. Cäsar bekommt Wind von der Sache und regt eine Erweiterung des Teilnehmerfelds auf alle Völker der von der Wölfin beherrschten Welt an. Allerdings unter der Voraussetzung, dass am Ende ein Römer gewinnen muss.  Unsere beiden Helden erfahren natürlich von dem in Kürze bevorstehenden Großereignis, kaufen eine gallische Sportkarosse und machen sich auf zum Startpunkt des antiken Giro d’Italia: Monza. Dort haben sich rund zwei Dutzend Wagenlenker aus sämtlichen Regionen des Imperium eingefunden. U.a. der als unbesiegbar geltende Lokalmatador Caligarius, der mit goldener Maske antritt, samt Copilot Bleifuß. Das Rennen startet sofort und führt über die Stationen Venedig, Parma, Florenz, Siena, mit längerem Zwischenstopp am Tiber bis zum Zielort Neapel. Zwischendurch wird natürlich von den Römern auf Teufel komm raus getrickst: Schilder weisen in die falsche Richtung, Räder werden angesägt, Öl auf der Straße verteilt, langwierige Verkehrskontrollen für sämtliche ausländischen Gespanne durchgeführt. Das Feld der Teilnehmer lichtet sich bedenklich. Caligarius rast derweil von einem  Etappensieg zum nächsten. Misstrauisch geworden, stellt Asterix den Römer, reißt ihm den Helm vom Kopf und erfährt vom abgefeimten Spiel, hinter dem Senator Bifidus als Planer und Bleifuß als sein Vollstrecker stecken. Obelix zerstört das Gefährt, Caligarius bleibt als Häufchen Elend am Straßenrand zurück. Nun eilen unsere Gallier dem Sieg entgegen, als sie plötzlich an den Hängen des Vesuvs vom Mann mit der goldenen Maske überholt werden. Wie konnte das geschehen? … mehr erzähle ich nicht, denn ich will den potenziellen Band 37-Käufern ja nicht alles vorher verraten.

    Müder Abklatsch einer alten Story

    Liest sich munter wie ein Donald-Duck-Abenteuer. ABER – und an dieser Stelle muss ein großgetipptes Aber erfolgen – der Story mangelt es an zwei wichtigen Zutaten: Witz und Originalität. Das Ganze gab’s nämlich schon mal: Band 6, Tour de France (in Deutschland erschienen 1970; im frz. Original 1965 als lfd. Nr. 5). Ich krame das Heft aus einem Umzugskarton hervor, nehme es nach gefühlt dreißig Jahren zum ersten Mal wieder in die Hand. WAS für ein Unterschied! Goscinny war im Genre (Semi-) Funnies ein Comictextriese, prägte mit seiner Handschrift Serien wie Umpah-Pah, Lucky Luke, Isnogud und natürlich Asterix, die ohne seinen feinen Humor über Micky-Maus-Niveau nie hinausgelangt wären. Asterix nahm, vom leicht hölzernen Start mit „Der Gallier“ (1961) mal abgesehen, sofort in Band 2 „Die goldene Sichel“ (in Frankreich veröffentlicht 1962, Deutschland: 1970 als Nr. 5) gehörig Fahrt auf. Es folgten Kracher wie: Kleopatra, Legionär, Arvernerschild, Der Seher, um nur einige der Highlights von insgesamt 24 sehr guten bis hin zu hervorragenden Alben aufzuzählen.

    Unvergessen die Bonmots:
    „Die spinnen die Römer“ (in jedem Heft)
    „Sie hat einen schwierigen Charakter, aber eine hübsche Nase“ (über Kleopatra)
    „Warum Cäsar geben, was wir selbst behalten können?“ (bei den Belgiern)
    „Zeit ist Sesterz“ (A. und die Normannen)
    „Mit den Römern ist es wie mit den Austern: allzu viele sind ungesund“ (Tour de France)
    „Das ist ein Essen für die Goten!“ (als Legionär)
    „Ich erzähl ihm von Ruhm, und der kommt mir mit Pilzen“ (Arvernerschild).

    Wer erinnert sich nicht an die Running gags:
    • Die Fesselung von Troubadix vor dem Schlussbankett, damit dieser nicht singt
    • Die Diskussionen zwischen Automatix und Fischverleihnix über den Frischegrad der vom Zweitgenannten angebotenen Produkte
    • Die Eifersuchtsszenen des Methusalix
    • Der Sekundenschlaf eines der beiden Träger von Majestix, woraufhin der Häuptling vom Schild fällt
    • Das Versenken des Piratenschiffs
    • „Wer ist dick? Ich sehe keinen Dicken. Du etwa Asterix?“

    Die sparsam, aber regelmäßig, eingeflochtenen lateinischen Sprüche versöhnten uns mit dem drögen „de bello gallico“, den wir gerade in der Mittelstufe durchnahmen.

    Dieses kunstvolle Gebilde, in dem Text und Illustrationen millimetergenau aufeinander abgestimmt waren, bröckelte bereits mit dem ersten Album, das nach Goscinnys Tod erschien: Der große Graben (1980, Nr. 25), um dann in beängstigender Schnelligkeit von Heft zu Heft weiter an textlicher Qualität einzubüßen, bis die Serie Ende der 80er Jahre auf der Talsohle des Fix- & Foxi-Niveaus angelangt war, von dem sie sich nicht mehr erholte, solange Uderzo in Pesonalunion für Bilder und Text verantwortlich zeichnete.

    Goscinnys Witz bleibt unerreicht

    Seit Nr. 35 (bei den Pikten) haben sich zwei neue Künstler der dahinsiechenden Reihe angenommen: Didier Conrad (Zeichnungen. Bekannt durch die Serie: Helden ohne Skrupel) und Jean-Yves Ferri (Text. Publizierte vorher vorwiegend im französischsprachigen Raum). Während Conrad scheinbar mühelos Uderzo kopiert, erkennt man bei Ferri, dass im Genre Funnies niemand mehr den Wortwitz Goscinnys erreicht. Neben dem gigantischen Altmeister wirken sämtliche Schüler wie Zwerge, bestenfalls durchschnittlich begabte Handwerker. Die Mittelmäßigkeit zieht sich zäh wie ein ausgelutschter Kaugummi durch den gesamten Band 37. An Stellen wie „Das war nun wirklich nicht nötig, sich massakrieren zu lassen, nur um hierher zurückzukehren“ (ein Legionär zum anderen vor dem Lazarettzelt im Lager Kleinbonum) in Nr. 6, bei denen man auch heute noch herzhaft lachen kann, herrscht in „Asterix in Italien“ stattdessen Humor à la Deutsche Comedians in einer ZDF-Spendengala vor: bemüht, aber nicht lustig.

    Die Macher wollen zu viel gleichzeitig: Parallelen zum heutigen Zeitgeschehen aufzeigen, Figuren aus alten Bänden einflechten, uns durch jede Stadt der Apenninenhalbinsel führen (ganz überflüssig bei Venedig, das damals noch nicht existierte), eine Mischung aus antiker Formel 1 und Giro d’Italia kredenzen, erklären, dass es einen Unterschied zwischen Italikern und Römern gab, Cäsar auf Teufel komm raus integrieren und was ihnen sonst noch auf jeder Seite so an vordergründig Innovativem einfiel. Aber bei all diesen tausend Mosaiksteinen verlieren sie das Wichtigste aus dem Auge: nämlich eine gute Geschichte zu erzählen. Weniger wäre hier wirklich mehr gewesen. Ständig erscheinen neue Personen auf der Bildfläche. Die Charaktere bleiben deshalb oberflächlich. Es ist eine durchschnittliche Comicstory, wie sie auch aus dem Hause Disney stammen könnte. Flott gezeichnet, hastig erzählt, die Szenerie wechselt im Sekundentakt. Erinnert von der Vorgehensweise her an Fluch der Karibik. Man schaut es an, fühlt sich während der 90 Minuten ganz gut unterhalten, schaltet aus und vergisst die Handlung sofort wieder. Diese bittere Erkenntnis gilt leider für sämtliche Asterixalben, die nach dem Tode Goscinnys auf den Markt geworfen wurden. Nr. 37 macht da keine Ausnahme. Das Publikum schmunzelt und applaudiert aus Freundlichkeit. Zu mehr reicht es nicht.

    Asterix liegt auf der Intensivstation und wird dort künstlich am Leben erhalten

    Als trauriges Fazit bleibt zu sagen, dass die beiden Helden mittlerweile nicht nur stark angestaubt wirken, sondern sich auch längst überlebt haben und schon seit vielen Jahren auf dem Friedhof der Comicgeschichte ruhen müssten. Es ist jedoch wie bei James Bond: der Patient will einfach nicht sterben. Ständig wird eine neue Folge rausgehauen und die altersschwache Kuh solange gemolken, bis sie völlig ausgesaugt und ihres letzten Fitzelchens Attraktivität beraubt vom Verlag den Gnadenschuss erhält.  Vielleicht hilft ein kompletter Relaunch: Beibehaltung des Settings, jedoch andere Protagonisten, frische Zeichnungen und neue Texte. Den Wortwitz des Altmeisters kann man nicht kopieren; es trotzdem probieren zu wollen, ist eine Mission impossible. Das Klügste wäre gewesen, die Reihe mit Band 24 (bei den Belgiern) – die letzte Nummer für die Goscinny textete – zu stoppen. Alles, was danach kam, erreichte nie mehr auch nur annähernd den vorherigen Qualitätsstandard. Es geschah nun das, wogegen die gallischen Helden stets ankämpften: vollständige Kommerzialisierung der Marke: Filme, Asterixfunpark, Fanartikel, Übersetzung in zahlreiche Sprachen bei gleichzeitiger Nivellierung des Produkts auf Disney-Level. Fehlt noch ein Asterix-Musical, um das Grauen perfekt zu machen. Man kann der Serie bloß wünschen, dass sie spätestens mit Nr. 40 eingestellt und nicht bis Nr. 100 vollends zu Schanden geritten wird. Goscinny würde im Grab rotieren, wenn er lesen müsste, was sein früherer Kompagnon Uderzo aus dem einstigen Flagschiff-Comic gemacht hat. Der ist mittlerweile so tief im Morast der Banalität versunken, dass auch das neue Duo (die Herren gehen übrigens beide stramm auf die 60 zu) ihn da nicht mehr wird rausziehen können.

    Leseempfehlung „Asterix in Italien“: 4 von 10 möglichen Punkten bis hin zu: man verpasst nichts, wenn man es nicht tut. Eventuell was für Nostalgiker, die sich an den Bildern mehr erfreuen als am Text. Ich werde das Heft nun in einen Karton im Keller legen, wo es vergilbt und irgendwann zu Staub zerfällt, denn ich werde es hundertpro nicht nochmal in die Hand nehmen.