Selbsthilfe bei Abhängigkeitserkrankungen findet schon lange nicht mehr nur in Gemeindehäusern, Klinikräumen oder irgendwelchen Hinterzimmern statt. Der Stuhlkreis hat WLAN bekommen.
Man kann heute in einem Forum schreiben, sich in einer Facebook-Gruppe austauschen, einem Chat beitreten oder abends per Videokonferenz mit anderen trockenen Alkoholikern zusammensitzen. Manche Angebote sind rund um die Uhr erreichbar, andere treffen sich zu festen Zeiten. Manche sind anonym, manche halböffentlich, manche ziemlich groß, andere beschränken sich auf einen kleindimensionierten Rahmen. Online bietet – egal, in welcher Form es daherkommt – einen entscheidenden Vorteil: Die Schwelle ist niedrig.
Wer sich zum ersten Mal mit dem Gedanken trägt, etwas gegen seinen Alkoholkonsum zu unternehmen, muss nicht unbedingt sofort irgendwo anrufen, eine fremde Tür öffnen und sich zehn Menschen gegenübersetzen. Er kann erst einmal lesen. Er kann beobachten. Er kann eine Frage formulieren, ohne seinen Namen zu nennen. Er kann feststellen: Da gibt es andere, die ähnliche Probleme haben.
Das ist nicht wenig.
Hilfe, wenn die Hilfe gebraucht wird
Gerade bei Alkoholproblemen spielt die Niedrigschwelligkeit eine große Rolle. Scham, Angst und die Sorge vor dem Urteil anderer gehören für viele Betroffene zum Problem dazu.
Das Internet kann diese Hemmschwelle absenken. Man kann um zwei Uhr morgens einen Beitrag lesen. Man kann sich in einem Forum anmelden, ohne am nächsten Morgen jemandem im Büro erzählen zu müssen, wo man gestern Abend war. Man kann sich ein Video-Meeting anschauen und zunächst nur zuhören. Und man kann feststellen, dass die eigene Geschichte keineswegs so einzigartig ist, wie man vielleicht gedacht hat.
Auch die offiziellen Informationen zur digitalen Selbsthilfe sehen darin einen wesentlichen Vorteil: Digitale Angebote sind unabhängig vom Wohnort erreichbar, können Menschen mit langen Anfahrtswegen oder eingeschränkter Mobilität helfen und ermöglichen teilweise mehr Anonymität. Gerade für Menschen, die auf dem Land leben oder keine passende Gruppe in ihrer Nähe finden, kann das entscheidend sein.
Oft ist es auch einfach eine Frage des ersten Schrittes.
Einloggen ist leichter als hingehen.
Der Computer kann nicht alles
Damit sind wir bei der anderen Seite.
Ich halte Selbsthilfegruppen für eine der wichtigsten Möglichkeiten, dauerhaft trocken zu bleiben. In meinem Ratgeber Raus aus dem Rausch habe ich ein eigenes Kapitel darüber geschrieben: „Unter Gleichgesinnten“. Meine persönliche Erfahrung ist eindeutig: Selbsthilfe funktioniert nicht allein deshalb, weil man Informationen bekommt. Sie funktioniert vor allem über Menschen.
Man erzählt seine Geschichte. Man hört anderen zu. Man bekommt Widerspruch. Man muss sich gelegentlich auch einmal unangenehme Dinge anhören. Man erlebt, dass andere verstehen, was man meint, ohne dass man eine halbe Stunde erklären muss, was Suchtdruck eigentlich ist.
Manchmal bekommt man eine Telefonnummer. Das kann wichtiger sein als hundert Seiten Ratgeber. Wenn der Suchtdruck kommt, kann man jemanden anrufen. Nicht irgendeinen Menschen, sondern jemanden, der selbst weiß, wie sich dieser Moment anfühlt. Darin liegt eine besondere Stärke der persönlichen Selbsthilfe: Sie schafft Beziehung.
Die digitale Gruppe ist nicht gleich das digitale Forum
Dabei darf man allerdings nicht alle Online-Angebote in einen Topf werfen.
Ein Forum ist etwas anderes als ein Live-Meeting. Ein Chat ist etwas anderes als eine Facebook-Gruppe. Und ein Videotreffen ist etwas anderes als eine App, die mich daran erinnert, wie viele Tage ich schon keinen Alkohol getrunken habe.
Das ist wichtig, weil auch die Intensität des Austauschs unterschiedlich ist.
In einem Forum kann ich einen Beitrag schreiben und darauf warten, dass jemand antwortet. Vielleicht passiert das nach zehn Minuten, vielleicht am nächsten Tag. Das hat einen großen Vorteil: Das Angebot ist fast immer da. Aber der andere Mensch ist zunächst einmal Text auf meinem Bildschirm.
Bei einem Videomeeting sieht das anders aus. Da sitzen tatsächlich Menschen. Man hört Stimmen, sieht Gesichter, erlebt Pausen und Reaktionen. Einer erzählt etwas, der andere hört zu. Es entsteht zumindest ein Stück weit das, was auch in einer realen Gruppe passiert.
Nicht zufällig haben digitale Videoformate während der Corona-Pandemie einen enormen Schub bekommen. Die Sucht-Selbsthilfe musste damals Wege finden, den Kontakt aufrechtzuerhalten. Aus der Notlösung wurde teilweise ein dauerhaftes Angebot. te gehören Videokonferenzen, Hybridmeetings, Chats und andere digitale Formate ganz selbstverständlich zum Spektrum der Sucht-Selbsthilfe.
Der digitale Stuhlkreis ist erstaunlich echt
Ich würde deshalb auch nicht behaupten, dass ein Video-Meeting keine echte Selbsthilfe sein kann.
Im Gegenteil.
Wenn zehn Menschen abends vor ihren Kameras sitzen und über ihren Alkoholismus sprechen, dann passiert dort durchaus etwas. Man kann sich öffnen. Man kann zuhören. Man kann sich wiedererkennen. Man kann regelmäßig teilnehmen und dadurch eine gewisse Verbindlichkeit entwickeln.
Der Unterschied liegt für mich woanders: Nach einem persönlichen Treffen muss ich erst einmal wieder nach Hause kommen. Das klingt banal, ist es aber nicht. Ich habe mich mit Menschen getroffen. Ich habe ihnen gegenübergesessen. Ich habe vielleicht etwas erzählt, das mir schwerfiel. Ich habe vielleicht jemanden umarmt oder bin mit ihm noch ein Stück zum Auto gegangen. Ich habe einen Raum verlassen, in dem gerade über mein Problem gesprochen wurde, und nehme diese Erfahrung mit nach Hause.
Beim digitalen Treffen klicke ich auf „Meeting verlassen“.
Dann ist der Bildschirm schwarz.
Und zwei Meter weiter steht der Kühlschrank.
Das ist keine wissenschaftliche Erkenntnis. Das ist meine persönliche Erfahrung und mein persönlicher Einwand gegen die Vorstellung, digital könne grundsätzlich alles ersetzen.
Nach einer realen Gruppe ist es schwerer, unmittelbar zum Kiosk zu gehen und sich einen Flachmann zu kaufen. Nach einem Online-Meeting kann ich den Laptop zuklappen und mir bar jeglicher sozialer Kontrolle eine Dose Bier aus der Küche holen.
Das macht digitale Selbsthilfe nicht schlecht.
Es zeigt nur ihre Grenze.
Die fehlende körperliche Anwesenheit
Selbsthilfe lebt zudem von von körperlicher Anwesenheit, die sich schwer digitalisieren lässt.
Man sitzt nicht nur nebeneinander. Man ist nebeneinander.
Man erlebt den anderen nicht ausschließlich als Stimme oder Gesicht auf einem Bildschirm. Man bekommt mit, wenn jemand nervös ist, wenn jemand Schwierigkeiten hat, etwas zu erzählen, wenn jemand nach einem Rückfall zum ersten Mal wieder in der Gruppe sitzt.
Natürlich kann man vieles davon auch per Video wahrnehmen.
Aber eben nicht alles.
Speziell bei einer Erkrankung wie Alkoholabhängigkeit halte ich diese unmittelbare soziale Erfahrung für wichtig. Die offiziellen Informationen zur Selbsthilfe betonen ebenfalls den persönlichen Austausch und die Gemeinschaftserfahrung als zentrale Elemente. Gleichzeitig wird digitale Selbsthilfe ausdrücklich als sinnvolle Ergänzung und Alternative anerkannt.
Das ist meines Erachtens die richtige Einordnung: Digital kann ergänzen. Digital kann erleichtern. Digital kann sogar der Einstieg sein. Aber digital ist nicht unbedingt besser.
Besonders wichtig: der erste Schritt
Hier liegt genau hier die größte Stärke der digitalen Selbsthilfe: Sie muss nicht die klassische Gruppe ersetzen. Sie kann Menschen überhaupt erst dorthin bringen.
Wer sich noch nicht traut, eine reale Gruppe zu betreten, kann online anfangen. Er kann lesen, Fragen stellen, andere kennenlernen und feststellen, dass hinter dem Begriff „Selbsthilfegruppe“ keine Ansammlung von Leuten sitzt, die mit dem erhobenen Zeigefinger auf ihn warten.
Vielleicht nimmt er irgendwann den nächsten Schritt.
Vielleicht geht er in eine reale Gruppe.
Vielleicht bleibt er aber auch bei seinem Online-Meeting.
Das muss jeder für sich selbst herausfinden.
Selbsthilfe ist schließlich kein Wettbewerb zwischen analog und digital.
Und was ist mit den Paten?
Etwas skeptischer bin ich bei der Vorstellung einer ausschließlich virtuellen Patenschaft oder eines rein digitalen Mentoring-Modells.
In einer klassischen Selbsthilfegruppe kann ein erfahrener Teilnehmer einen Neuen begleiten. Man kennt sich. Man sieht sich regelmäßig. Man kann sich auch außerhalb der Gruppe treffen.
Natürlich kann man stattdessen telefonieren oder Nachrichten schreiben. Aber für mich gehört zur Patenschaft auch die persönliche Begegnung. Wer mich durch eine schwierige Phase begleitet, sollte nicht nur ein Name auf meinem Display sein.
Das klingt altmodisch. Aber möglicherweise ist gerade das bei einer Krankheit, die so viel mit Isolation, Rückzug und Heimlichkeit zu tun hat, gar nicht das Schlechteste.
Digital ist kein Ersatz für Therapie
Eine weitere Grenze muss ebenfalls klar benannt werden: Selbsthilfe ist Selbsthilfe.
Sie ist keine Entgiftung, keine Psychotherapie und keine medizinische Behandlung. Digitale Angebote ändern daran nichts.
Das bedeutet nicht, dass sie unwichtig wären. Im Gegenteil: Selbsthilfe kann professionelle Behandlung sinnvoll begleiten und Menschen nach einer Therapie weiter unterstützen. Das Gesundheitsportal des Bundes beschreibt Selbsthilfe ausdrücklich als wichtigen Bestandteil der Suchthilfe, aber nicht als Ersatz für ärztliche oder therapeutische Behandlung.
Deshalb sollte man bei digitalen Angeboten genau hinschauen:
– Wer steht im Impressum?
– Wer moderiert?
– Wie wird mit persönlichen Daten umgegangen?
– Handelt es sich um kostenfreie Selbsthilfe oder steckt ein kommerzielles Interesse dahinter?
Denn im Internet kann sich vieles Selbsthilfe nennen.
Nicht alles ist automatisch vertrauenswürdig.
Der Stuhlkreis hat WLAN. Das ist gut.
Als oldschool Ich-besuche-1x-Woche-meine-SHG-Teilnehmer möchte ich die digitale Selbsthilfe keinesfalls kleinreden.
Im Gegenteil. Sie macht Hilfe zugänglicher. Sie überwindet Entfernungen. Sie kann anonym sein. Sie ist für viele Menschen zeitlich leichter in den Alltag einzubauen. Und sie bietet Möglichkeiten, die eine Gruppe im Gemeindehaus schlicht nicht bieten kann.
Vor allem aber erleichtert sie den ersten Schritt.
Und dieser erste Schritt ist erfahrungsgemäß der schwierigste.
Trotzdem würde ich mir wünschen, dass wir bei aller Begeisterung für digitale Möglichkeiten nicht vergessen, was Selbsthilfe ursprünglich stark gemacht hat:
Menschen helfen Menschen.
Nicht Websites helfen Menschen. Nicht Apps. Nicht Zoom.
Menschen.
Das Internet kann sie zusammenbringen. Es kann ihnen einen Raum geben. Es kann den Zugang erleichtern und dafür sorgen, dass jemand auch dann einen Ansprechpartner findet, wenn gerade keine Gruppe um die Ecke stattfindet. Aber irgendwann sollte aus dem Bildschirm wieder ein Mensch werden. Am besten einer einer, der einem persönlich gegenübersitzt.
Denn so praktisch WLAN auch ist:
Es ersetzt keinen Stuhlkreis.
Es macht ihn nur leichter erreichbar.
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| Cluster & Anbieter | Inhalte & Schwerpunkte | Teilnehmer/Mitglieder/ Abonnenten | URL |
| A. ONLINE-FOREN | |||
| (1) Alkoholiker-Forum | Moderierte Online-Selbsthilfe für Alkoholiker und Angehörige; offene und geschützte Forenbereiche, auch für Co-Abhängige und erwachsene Kinder von Alkoholikern (EKA) | 7.247 | https://alkoholiker-forum.de/ |
| (2) Saufnix | Thematisch umfangreiches Forum zur gegenseitigen Hilfe bei Alkoholabhängigkeit, mit Erfahrungsaustausch, Akuthilfe, Rückfall-/Entgiftungs-/Therapiethemen, Selbsthilfe und Chat | 2.157 | https://www.saufnixforum.de/ |
| (3) Alkoholforum | Austausch rund um Alkoholabhängigkeit, Abstinenz, Therapie und Selbsthilfe; eigene Bereiche zu Selbsthilfegruppen und Therapie | 682 | https://www.alkoholforum.de/ |
| (4) Alkohol adé | Anonymes Online-Selbsthilfeforum; Austausch, Erfahrung und Unterstützung beim Ausstieg aus dem Alkohol, ergänzt durch Videos, Informationen und weitere Angebote | 9.784 | https://www.alkohol-ade.com/ |
| (5) A-Connect | Online-Selbsthilfe für Alkoholkranke und Angehörige; täglicher Live-Chat, persönliche Gespräche und umfangreiche Informationen | k.A. | https://a-connect.de/ |
| (B) VIDEO-MEETINGS/ VIRTUELLE GRUPPEN | |||
| (6) Anonyme Alkoholiker | Online-Selbsthilfe mit Video-, Chat-, E-Mail-, Telefon- und Messenger-Meetings, teils rund um die Uhr, teils zu festen Zeiten. | Die Online-Meetings sind in die AA-Struktur eingebunden. Aktuell 230 Video- und Telefonmeetings gelistet | https://www.anonyme-alkoholiker.de/meetings/onlinemeetings/ |
| (7) 12 Schritte zur Nüchternheit | Online-/Hybrid-Meetings nach dem 12-Schritte-Programm, täglich an verschiedenen Orten; Sprecher-, Literatur- und Beginner-Meetings | Gruppe der Anonymen Alkoholiker; Website privat von der Gruppe betrieben. k.A. zu den Teilnehmern | https://12schritte.net/ |
| (8) Kreuzbund | Monatliches Online-Selbsthilfeforum per Video/Zoom für Suchtkranke und Angehörige; Austausch und thematische Gespräche | k.A. | https://www.kreuzbund.de/de/forum.html |
| (9) Blaues Kreuz in Deutschland | Online-Selbsthilfegruppen per Videokonferenz für Betroffene und Angehörige, u. a. zu Alkohol; zahlreiche thematische und zielgruppenspezifische Gruppen | k.A. | https://www.blaues-kreuz.de/de/angebote-und-hilfe/sucht-selbsthilfe/selbsthilfe-online/ |
| (10) Blaues Kreuz evang. Kirche | Online-Selbsthilfegruppen per Video; Austausch für Suchtbetroffene und Angehörige, darunter mehrere Gruppen zum Thema Alkohol. | k.A. | https://mog-sucht.de/ |
| (11) Guttempler – virtuell | Virtuelle Selbsthilfegruppen per Videokonferenz für Betroffene und Angehörige; aktuell mehrere feste Termine pro Woche | k.A. | https://www.guttempler.de/vshg/ |
| (C) CHATS & UNMITTELBARER DIGITALER AUSTAUSCH | |||
| (12) Kreuzbund-Chat | Anonymer und datensicherer Text-Chat; Austausch von Betroffenen und Angehörigen, moderiert von Menschen mit eigener Selbsthilfeerfahrung; alle Sucht-Themen | 1.341 Teilnehmende bei 215 Chat-Terminen (2024) | https://www.kreuzbund.de/de/chat.html |
| (13) Sucht-Chat der Freundeskreise | Betreuter Live-Chat zu Alkohol, Medikamenten, Drogen und Glücksspiel; täglich 19–21 Uhr | k.A. | https://www.sucht-chat.de/ |
| (14) AA 24/7 schriftliche Meetings | Rund um die Uhr erreichbare Schreibmeetings per E-Mail; Beiträge werden über einen geschützten Verteiler an alle Teilnehmenden gesendet. | k.A. | https://www.anonyme-alkoholiker.de/meetings/onlinemeetings/staendig-erreichbar/ |
| (D) APPS & COMMUNITIES | |||
| (15) Therammunity | Anonyme Online-Community mit moderierten Gruppen u. a. zu Alkohol, Abstinenz, Suchtdruck und Rückfall; Austausch mit anderen Betroffenen | k.A. | https://www.therammunity.de/ |
| (16) Soberland | Online-Community für Menschen, die alkoholfrei leben; Austausch und virtuelle Meetings | k.A. | https://soberland.net/ |
| (17) Klarzeit-Kollektiv | aktive Freizeitselbsthilfe für trockene Alkoholiker; gemeinsame Freizeitaktivitäten, Austausch und gegenseitige Unterstützung | k.A. | https://www.klarzeit-kollektiv.de/ |
| (18) Online-Selbsthilfe Alkohol | AOK Nordost und salus kliniken. Angebot: kostenloses, sechswöchiges Online-Selbsthilfeprogramm zur Unterstützung beim Alkoholverzicht; mit strukturierten Wocheninhalten und Austausch | k.A. | https://www.selbsthilfealkohol.de/ |
| (19) SodaKlub | Podcast und digitale Community rund um Alkohol, Sucht und ein alkoholfreies Leben; zusätzlich Vernetzung von Hörer:innen und Vermittlung kostenloser lokaler Sober-Gruppen | k.A. | https://www.sodaklub.com/ |
| (E) SOCIAL MEDIA | |||
| (20) r/stopdrinking | Reddit-Community. internationale, englischsprachige Online-Selbsthilfe; Erfahrungsaustausch, gegenseitige Unterstützung und Begleitung beim Aufhören mit Alkohol | 690.000 (weltweit größte online Alkoholgruppe) | https://www.reddit.com/r/stopdrinking/ |
| (21) r/sucht | Reddit-Community: Angebot: deutschsprachiger Austausch zu Suchtproblemen; gegenseitige Unterstützung und Erfahrungsberichte, nicht ausschließlich auf Alkohol ausgerichtet | k.A. | https://www.reddit.com/r/sucht/ |
| (22) Die Macht des Alkohols | Telegram: Austausch und Informationen rund um Alkoholabhängigkeit; gegenseitige Unterstützung und Hinweise auf weitere Hilfsangebote | 55 | https://t.me/diemachtdesalkohols |
| (23) ANONYME ALKOHOLIKER | Facebook: Selbsthilfegruppe für Menschen mit Alkoholproblemen; Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung
| Vermutlich AA-Mitglieder; offizielle Zugehörigkeit jedoch nicht eindeutig belegt. 3.800 | https://www.facebook.com/groups/197397613689845 |
| (24) Alkoholsucht, wenn das Trinken zum Problem wird | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung von Menschen mit Alkoholproblemen; Schwerpunkt auf dem Umgang mit Alkoholsucht und dem Weg aus der Sucht | 3.600 | https://www.facebook.com/groups/726847267706790 |
| (25) Der Alkohol und seine Folgen | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung rund um Alkoholabhängigkeit und deren Folgen | 3.200 | https://www.facebook.com/groups/AlkoholundFolgen |
| (26) Alkoholiker helfen sich gegenseitig | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung von Menschen mit Alkoholproblemen; Hilfe auf dem Weg aus der Sucht | 2.800 | https://www.facebook.com/groups/148066142392542 |
| (27) Der Alkohol und Folgen | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung rund um Alkohol und Alkoholabhängigkeit | 2.200 | https://www.facebook.com/groups/alkoholundfolgenanonym |
| (28) Alkoholiker, Gemeinschaft gegen die Sucht | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung von Menschen mit Alkoholproblemen; gemeinsamer Weg aus der Sucht | 1.600 | https://www.facebook.com/groups/167100640743390 |
| (29) Selbsthilfegruppe Alkohol, Medikamente, Drogen | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung bei Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten und Drogen | 1.600 | https://www.facebook.com/groups/711032578959610 |
| (30) Selbsthilfe Gruppe (gegen Alkohol / Sucht) | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung bei Alkohol- und anderen Suchtproblemen | 1.600 | https://www.facebook.com/groups/487984222377669 |
| (31) SHG gegen Alkohol – Gemeinsam schaffen wir das, Aufgeben ist keine Option | Facebook: Selbsthilfe und gegenseitiger Austausch für Menschen mit Alkoholproblemen; Unterstützung auf dem Weg aus der Sucht | 1.400 | https://www.facebook.com/groups/1022322768638913 |
| (32) Die Droge Alkohol – Einfach mal drüber reden | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung rund um Alkohol und Alkoholabhängigkeit | 1.100 | https://www.facebook.com/groups/342789929655430 |
| (33) Alkohol- und Drogenabhängigkeit – wie geht es weiter? | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung für Menschen mit Alkohol- und Drogenabhängigkeit; Fragen zu Abstinenz, Therapie und dem weiteren Weg | 900 | https://www.facebook.com/groups/727320882378804 |
| (34) Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und Alkoholikerinnen | Facebook: Selbsthilfe, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung für alkoholabhängige Menschen | 800 | https://www.facebook.com/groups/861239476126378 |
| (35) ALKOHOL nein Danke! | Facebook: Online-Selbsthilfe für Menschen mit Alkoholproblemen; Austausch und gegenseitige Unterstützung beim alkoholfreien Leben | Vermutlich Blaues Kreuz Leipzig . Zugehörigkeit jedoch nicht eindeutig belegt 500 | https://www.facebook.com/groups/466313511866915 |
| (36) Plaudergruppe für ALKOHOLIKER und Angehörige – was uns bewegt | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung für Alkoholiker und Angehörige | 500 | https://www.facebook.com/groups/300677457021582 |
| (37) Alkohol ist keine Lösung !! | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung beim Umgang mit Alkoholproblemen und dem Weg in ein alkoholfreies Leben | 400 | https://www.facebook.com/groups/296562940404599 |
| (38) Angehörige Alkoholiker tauschen sich aus | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung für Angehörige von Alkoholikern | 5.200 | https://www.facebook.com/groups/1537710203204475 |
| (39) Angehörige von Alkoholikern (nur für Angehörige) | Facebook: Austausch zum Thema Co-Abhängigkeit ausschließlich für Betroffene
| 3.500 | https://www.facebook.com/groups/2327909017469870 |
| (40) Suchtkranke Menschen & deren Angehörige | Facebook: Austausch und gegenseitige Unterstützung für suchtkranke Menschen und deren Angehörige; verschiedene Suchtprobleme | 2.200 | https://www.facebook.com/groups/1401028813531826 |
Sämtliche oben gelisteten Angebote sind grundsätzlich kostenfrei nutzbar; bei einzelnen Apps werden optionale kostenpflichtige Zusatzfunktionen angeboten.
Die Recherche im deutschsprachigen Facebook mit den Suchbegriffen „Alkohol“ und „Alkoholhilfe“ ergab rund 100 Treffer. In die Liste wurden daraus die 15 mitgliederstärksten Gruppen aufgenommen, ergänzt um drei auf Angehörige und Co-Abhängige ausgerichtete Gruppen.
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Nüchternheit lässt sich inzwischen zählen, tracken, kommentieren und mit anderen teilen. Es gibt Apps, die beim Wenigertrinken helfen wollen, andere begleiten die komplette Abstinenz, wieder andere kümmern sich um Suchtdruck, Rückfallprophylaxe, Community oder professionelle Behandlung. Doch was können diese digitalen Helfer tatsächlich leisten? Und wo endet die nützliche Unterstützung und beginnt das digitale Nice-to-have? (25. Aug. 2026)






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